<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Publishing DTD v1.2 20120330//EN" "http://jats.nlm.nih.gov/publishing/1.2/JATS-journalpublishing1.dtd">
<!--<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="article.xsl"?>-->
<article article-type="review-article" dtd-version="1.2" xml:lang="de" xmlns:mml="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
<front>
<journal-meta>
<journal-id journal-id-type="issn">2753-8494</journal-id>
<journal-title-group>
<journal-title>Zeitschrift f&#252;r Fantastikforschung</journal-title>
</journal-title-group>
<issn pub-type="epub">2753-8494</issn>
<publisher>
<publisher-name>Open Library of Humanities</publisher-name>
</publisher>
</journal-meta>
<article-meta>
<article-id pub-id-type="doi">10.16995/zff.24076</article-id>
<article-categories>
<subj-group>
<subject>Rezensionen</subject>
</subj-group>
</article-categories>
<title-group>
<article-title>Freimuth, Marlen. <italic>Architekturen des Unheimlichen. Kinetische Labyrinthe des Horrors in Film und Literatur</italic>. transcript Verlag, 2023</article-title>
</title-group>
<contrib-group>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>G&#252;nther</surname>
<given-names>Ann-Kathrin</given-names>
</name>
<email>ann-kathrin-michelle.guenther@uni-bamberg.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
</contrib>
</contrib-group>
<aff id="aff-1"><label>1</label>Otto-Friedrich-Universit&#228;t Bamberg</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2025-08-04">
<day>04</day>
<month>08</month>
<year>2025</year>
</pub-date>
<pub-date pub-type="collection">
<year>2025</year>
</pub-date>
<volume>13</volume>
<issue>1</issue>
<fpage>1</fpage>
<lpage>7</lpage>
<permissions>
<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2025 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2025</copyright-year>
<license license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
<license-p>Die Zeitschrift f&#252;r Fantastikforschung ist eine Open-Access-Zeitschrift mit Peer-Review-Verfahren der Open Library of Humanities. &#169; 2025 Der/die Autor*innen. Dieser Open-Access-Beitrag ist lizensiert durch die Creative-Commons-Grundlizenzen in der Version 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International, welche die unbeschr&#228;nkte Nutzung, Verbreitung und Vervielf&#228;ltigung erlaubt, solange der/die Autor*in und die Quelle genannt werden). Vgl. <uri>https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de</uri>.</license-p>
</license>
</permissions>
<self-uri xlink:href="https://zff.openlibhums.org/articles/10.16995/zff.24076/"/>
<abstract>
<p>Review of <italic>Architekturen des Unheimlichen. Kinetische Labyrinthe des Horrors in Film und Literatur</italic> by Marlen Freimuth.</p>
</abstract>
</article-meta>
</front>
<body>
<fig>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zff-13-1-24076-g1.jpg"/>
</fig>
<p>In ihrer Dissertation <italic>Architekturen des Unheimlichen. Kinetische Labyrinthe des Horrors in Film und Literatur</italic> verbindet Marlen Freimuth das psychoanalytische Konzept des Unheimlichen mit einer architekturalen Semantik. Dadurch schafft sie eine bisher noch nicht ber&#252;cksichtigte Verkn&#252;pfung des Unheimlichen mit Architektur und sp&#252;rt den Verbindungen beider Inhalte in Filmen wie D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> (<xref ref-type="bibr" rid="B3">US/AUS 2008, Regie: Alex Proyas</xref>) und C<sc>ube</sc> (<xref ref-type="bibr" rid="B1">CA 2000, Regie: Vinzenzo Natali</xref>) und Literatur wie <italic>House of Leaves</italic> (2000) nach.</p>
<p>Freimuth legt im Einleitungskapitel &#187;Aus-Gang: Wovon auszugehen ist&#171; die Grundsteine f&#252;r ihre Sutdie, indem sie die Begriffe &#8250;Architektur&#8249; und &#8250;Psychoanalyse&#8249; miteinander in Beziehung setzt. Zun&#228;chst scheinen diese keine Gemeinsamkeiten aufzuweisen, doch sie verweist darauf, dass sich Sigmund Freud als Begr&#252;nder der Psychoanalyse seinen Arbeiten selbst architekturaler Rhetorik bedient hat. In einem zweiten Schritt setzt die Autorin Freuds Konzept des Unheimlichen mit der Architektur in Beziehung. Obwohl nicht von Freud selbst so betrachtet, verdeutlicht sie, dass das Unheimliche des architekturalen Raumes sp&#228;testens im 18. Jahrhundert mit den <italic>Gothic Novels</italic> bekannt wurde und sich im 19. Jahrhundert mit dem deutschen Schauerroman sowie sp&#228;ter auch in der Architektur der 1960er-Jahre fortsetzt. So werden etwa Orte, H&#228;user sowie R&#228;ume unheimlich, wenn in und an ihnen kleine Ver&#228;nderungen vorgenommen und sie beispielsweise dekonstruiert werden. Im Anschluss verweist die Autorin auf die Idee von &#8250;Unheimlicher Architektur&#8249;: W&#228;hrend etwa der Architekturhistoriker <xref ref-type="bibr" rid="B8">Anthony Vidler</xref> davon ausgeht, dass es keine unheimliche Architektur g&#228;be, sondern Unheimliches im Raum nur entstehe, wenn jener mit einem unheimlichen Ereignis in Verbindung gebracht wird, hebt hingegen Freimuth die Relevanz von Architekturen des Unheimlichen f&#252;r ihre Arbeit hervor. F&#252;r sie geht es darum, &#187;Bauwerke, die in Texten und Filmen begegnen und den Raum dabei allererst entstehen lassen, als unheimlich auszuweisen&#171; (24). Im letzten Abschnitt der Einleitung bringt sie Kinetik und Labyrinthik, die beiden anderen titelgebenden Begriffe, ein. Das Unheimliche ist in diesem Kontext stetig in Bewegung und wie ein Labyrinth verzweigt &#8211; es erscheint wie ein kinetisches Labyrinth, das immer woanders hinf&#252;hren kann.</p>
<p>Als erstes Filmbeispiel f&#252;hrt Freimuth im zweiten Kapitel D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> ein. Zun&#228;chst referiert sie &#252;ber die Bewegungen der Stadt im Film, die sowohl subjektiv als auch objektiv erscheinen. Die Stadt bewegt sich selbst aktiv, in ihr finden Ver&#228;nderungen statt, w&#228;hrend durch ihre Bewegungen hindurch Bewegungen der K&#246;rper ihrer Bewohner*innen stattfinden. Der Film zeigt dabei durch seine eigene filmische Bewegung das bewegte Bild der Bewegungen der Stadt und erzeugt so das Unheimliche. Die Stadt in D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> spielt dabei mit den Erinnerungen ihrer Bewohner*innen. Die Stadt selbst wird transformiert und zeigt damit gleichzeitig ihre Stabilit&#228;t und Instabilit&#228;t, da sie sich stetig ver&#228;ndert. In dieser unsteten Stadt werden wiederum Experimente an den Bewohner*innen durchgef&#252;hrt. Jede Nacht erhalten sie im Schlaf Injektionen von Dr. <xref ref-type="bibr" rid="B7">Daniel P. Schreber</xref> (Kiefer Sutherland), die ihnen eine neue Identit&#228;t geben. Stadt und Subjekte werden somit beide immer wieder neu gebildet. Da der Film in seiner Diegese auf andere filmische Konzepte verweist, schl&#228;gt die Autorin als Zwischenfazit eine Br&#252;cke zum filmischen auf der einen und zum architektonischen Expressionismus auf der anderen Seite. W&#228;hrend des Expressionismus entstanden Filme, die sich von Stadtbildern inspirieren lie&#223;en. Umgekehrt wurden Metropolen wie New York von den filmischen Stadtideen gepr&#228;gt. Dieser Expressionismus wurde dann in den 1940er-Jahren vom Film Noir aufgegriffen und diente D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> als Inspiration. Ein weiteres, wiederum realhistorisches Vorbild stellt Dr. Schreber dar, der dem gleichnamigen Doktor in D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> voranging und insbesondere durch seine Nervenkrankheit und deren Schilderung in <italic>Die Denkw&#252;rdigkeiten eines Nervenkranken</italic> (1903) Bekanntheit erlangte. Dabei verweist die Autorin darauf, dass Dr. Schreber stets als Zitat erscheint &#8211; er ist sowohl eine fiktive Filmfigur als auch an einer realhistorischen Person orientiert &#8211; und durch seinen erkrankten Namensvetter selbst zum Inszenierten eines m&#246;glichen Phantasmas wird: &#187;Der Raum des Subjekts &#252;berlagert sich mit dem Raum der Leinwand, die wiederum Zitation von Leinwandgeschichte ist&#171; (72). Da die Spirale als Labyrinth angesehen werden kann und in D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc> als Allegorie verwendet wird sowie ebenfalls f&#252;r die weitere Analyse wichtig erscheint, referiert Freimuth in dem Zwischenkapitel &#187;&#220;ber-Gang&#171; &#252;ber narrative Spiralen. F&#252;r sie schafft es gerade das Medium Film, die Figur der Spirale wie zu einem M&#246;biusband zu verdrehen und dieses Konzept in die Filmarchitektur einzuarbeiten.</p>
<p>Insbesondere das Bild des M&#246;biusbands begleitet die Untersuchung zweier Filme im vierten Kapitel &#187;Architekturmaschinen&#171;. C<sc>ube</sc>, der erste Teil einer Trilogie, behandelt den namensgebenden Kubus, der &#246;rtlich und zeitlich nicht verortet werden kann und der mit mehreren Kammern und R&#228;tseln ausgestattet ist, in dem f&#252;nf Personen auf der Suche nach einem Ausgang umherirren. Dabei bewegen sich die Kammern in ihrer Position selbst. Im Prolog befindet sich noch eine andere Person im Kubus, die zerst&#252;ckelt wird. Die Autorin verweist darauf, dass die Zerst&#252;ckelung des K&#246;rpers hierbei zweifach stattfindet: Im Film und durch den Film als schneidendes und demontierendes Medium. Gerade das wiederkehrende Motiv des Auges bildet dabei einen wichtigen Bestandteil. Ein Auge zu Beginn des Films erscheint beispielsweise losgel&#246;st von einem dazugeh&#246;rigen K&#246;rper, stellt aber gleichzeitig eine Verbindung zum Raum dar. Durch seine teils abgesonderte Stellung koalieren das Auge und dessen Blick mit der filmischen Architektur zu etwas Unheimlichen. W&#228;hrend somit das Auge an sich sowie der Prozess des Sehens als etwas Vertrautes wahrgenommen werden k&#246;nnen, erzeugt der Film eine Verzerrung des Bekannten und l&#228;sst es somit unheimlich erscheinen. Auch die wenigen Ger&#228;usche im Hintergrund des Films untermalen das Unheimliche, da nie klar ist, ob sie extradiegetisch nur f&#252;r die Zuschauenden bestimmt oder auch innerdiegetisch f&#252;r die Insassen zu h&#246;ren sind. Durch die labyrinthische Struktur des Kubus entsteht eine Paranoia bei den Insassen, die sie Theorien entwerfen l&#228;sst, wer hierf&#252;r verantwortlich ist oder dass es einen Weg hinausgeben muss. Am Ende des Films zeigt sich, dass es kein Ende gibt, weil der Ausgang nach drau&#223;en wieder hineinf&#252;hrt. Der W&#252;rfel ist in sich verwoben wie die narrativen Spiralen, die die Autorin vorstellt. Die Handlungen der Insassen f&#252;hren stets zum selben Anfangspunkt und die Geschichte endet und beginnt zugleich wieder.</p>
<p>Bei C<sc>ube</sc><sup>2</sup>: H<sc>ypercube</sc> (<xref ref-type="bibr" rid="B2">US 2003, Regie: Andrzej Seku&#322;a</xref>) handelt es sich um eine Fortsetzung, die vierdimensionale Architektur im zweidimensionalen Medium zeigen will. Die potenzierte Dimension verschlingt und produziert sich stets aufs Neue und wird damit zu einer unvorstellbaren Darstellung, die gefangen ist in der Zweidimensionalit&#228;t des Films. Dabei verdoppelt sich der Film selbst und wird als Fortsetzung zu einer Art unheimlichen Doppelg&#228;nger seines Vorg&#228;ngers. C<sc>ube<sup>2</sup></sc> ist optisch heller als C<sc>ube</sc> und durch sein grelles Licht, das die W&#228;nde und somit die Struktur des W&#252;rfels betont, tr&#228;gt es zur Darstellung der filmischen Architektur bei. Das Unheimliche besteht f&#252;r Freimuth darin, dass der W&#252;rfel Wege vierdimensional er&#246;ffnet. Dadurch zerf&#228;llt der W&#252;rfel immer wieder in sich und erzeugt auch menschliche Doppelg&#228;nger, die Teil der Architektur werden. Diese Doppelg&#228;nger selbst sind dadurch auch Teil des Unheimlichen. Sie sehen aus wie ihr Vorbild, sind jedoch nie identisch mit ihm, da es, wie im Film, neben ihnen weiterexistieren kann. Bei Freud sind Doppelg&#228;nger Reste aus einer infantilen Zeit und aus kindlichem Narzissmus entstanden. Urspr&#252;nglich freundlicher Natur, erscheinen sie nun jedoch unheimlich, da sie zu einer Bedrohung f&#252;r das Leben werden, indem sie den Platz ihres Vorbilds einnehmen wollen. Durch die Doppelg&#228;nger im Film werden die Insassen somit mit dem Tod konfrontiert &#8211; wie wenn jemand fotografiert und somit zum Stillstand verurteilt wird. Die Doppelg&#228;nger entstehen aufgrund der Verfaltung des W&#252;rfels, der auch die Zeit dehnt und rafft. Noch deutlicher als in C<sc>ube</sc> wird dabei das Au&#223;en mit dem Innen verbunden &#8211; die Insassen sind gleichzeitig &#252;berall und nirgends. In C<sc>ube</sc><sup>2</sup> wird versucht, die unm&#246;gliche vierdimensionale Architektur zu zeigen und beim Versuch sabotiert es sich selbst, da die Vierdimensionalit&#228;t niemals durch ein zwei- oder dreidimensionales Medium dargestellt werden k&#246;nnte, was es erneut unheimlich macht. Wie Freimuth herausarbeitet, entstehen dadurch visuelle St&#246;rungen im Bildfeld.</p>
<p>Als literarisches Beispiel f&#252;r unheimliche Architekturen f&#252;hrt Freimuth <xref ref-type="bibr" rid="B4">Mark Z. Danielewskis</xref> <italic>House of Leaves</italic> an. Der Roman greift f&#252;r sie jene Elemente auf, die die besprochenen Filme im Hinblick auf unheimliche Architektur bereits dargestellt haben, geht jedoch durch literarische Mittel dar&#252;ber hinaus. Der Text, der selbst in sich wie ein Labyrinth aufgebaut und aufgrund mehrerer Erz&#228;hlebenen nicht einfach zu verstehen ist, handelt von einem Haus, das sich stetig ver&#228;ndert und so zum Unheim wird. Dieses Unheim erscheint als ein kinetisches Labyrinth und deshalb als unheimlich, da es sich selbst immer wieder neu definiert: So zieht es sich zusammen und dehnt sich aus, w&#228;hrend es drau&#223;en dieselbe Gr&#246;&#223;e beh&#228;lt. Das Haus erzeugt dadurch stetig neuen Raum. Es bleibt somit zugleich Bekanntes und wird aufgrund seiner Ver&#228;nderung immer wieder zum Unbekannten. Auch auf Erz&#228;hlebene parallelisiert <italic>House of Leaves</italic> ein solches Entstehen und Vergehen. F&#252;r die Autorin wird das Haus somit zum Dekonstrukt. Es beherbergt eine Andersartigkeit, die es gleichzeitig definiert. Hierbei verweist Freimuth auf Derridas Konzept der &#187;Transarchitektur&#171;, auf eine andere Architektur, die sich durch ihre dekonstruierende Art auszeichnet (<xref ref-type="bibr" rid="B5">Derrida 224</xref>). Das Au&#223;en und das Innen des Hauses sind gleichzeitig dasselbe und auch wieder nicht, was das Haus unheimlich werden l&#228;sst. Das gedruckte Buch, das die Geschichte des Hauses erz&#228;hlt, wird selbst ein Teil vom Ganzen, da es gedreht und gewendet werden muss, um gelesen werden zu k&#246;nnen. Dadurch werden die Buchseiten selbst unheimlich, indem sie auf ihre Materialit&#228;t hinweisen. Das macht <italic>House of Leaves</italic> zu einem verr&#228;umlichten Gegenstand. Durch das aktive Drehen- und Wenden-M&#252;ssen harmonieren Form, Inhalt und Operation nicht miteinander. Es entsteht eine Disharmonie, die selbst wiederum verr&#228;umlicht ist. Eine weitere Besonderheit des Buches ist zudem, dass es nicht eine zu erwartende, sinngebende Autorenschaft gibt, sondern stattdessen mehrere Fu&#223;noten und Verweise auf andere Instanzen, die eine kommentierende und den Sinn umdeutende Funktion einnehmen. F&#252;r Freimuth verweist auch das erneut auf die Bewusstmachung der eigenen Materialit&#228;t, die nie eindeutig definiert erscheint, sondern sich stets im Prozess des Vergehens und Werdens befindet. Zum Abschluss referiert Freimuth anhand des Comics <italic>Die Verschiebung</italic> (2013) <xref ref-type="bibr" rid="B6">von Marc-Antoine Mathieu</xref> erneut &#252;ber die Struktur des M&#246;biusbands und res&#252;miert, dass Architekturen des Unheimlichen eine literatur- und filmhistorische Konstante darstellen.</p>
<p>Mit ihrer Arbeit leistet Freimuth einen interessanten Einstieg in die Verkn&#252;pfung des Unheimlichen mit r&#228;umlichen Architekturen. Sie verortet damit den Raum, in dem sich bewegt wird und der sich bewegt, als etwas, das Angst ausl&#246;sen kann. Dabei schafft sie Grundsteine, um diese angstausl&#246;senden Faktoren in Medien untersuchen zu k&#246;nnen. Freimuth zeigt ihr breites Wissen, das weit &#252;ber die Themenschwerpunkte des Unheimlichen und der Architektur hinausgeht, sodass an einigen Stellen die Gedanken sprunghaft werden und nicht immer sofort f&#252;r jeden eine klare Verbindung ersichtlich wird. Diese liefert sie jedoch stets nach und erzeugt somit eine interdisziplin&#228;re, vielf&#228;ltige Arbeit.</p>
</body>
<back>
<sec>
<title>Autorin</title>
<p>Ann-Kathrin G&#252;nther hat im Master Neuere deutsche Literatur an der Otto-Friedrich-Universit&#228;t Bamberg studiert und &#252;ber Posthumanismus in fiktionalen Texten geschrieben. Aktuell promoviert sie in der Literaturwissenschaft. Ihre Dissertation behandelt die erz&#228;hlerische Rolle von Spielenden im Videospiel.</p>
</sec>
<sec>
<title>Konkurrierende Interessen</title>
<p>Die Autorin hat keine konkurrierenden Interessen zu erkl&#228;ren.</p>
</sec>
<ref-list>
<title>Filmographie</title>
<ref id="B1"><mixed-citation publication-type="journal"><collab>C<sc>ube</sc></collab>. Regie: <string-name><given-names>Vinzenzo</given-names> <surname>Natali</surname></string-name>. CA <year>2000</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B2"><mixed-citation publication-type="journal"><collab>C<sc>ube</sc><sup>2</sup>: H<sc>ypercube</sc></collab>. Regie: <string-name><given-names>Andrzej</given-names> <surname>Seku&#322;a</surname></string-name>. CA <year>2003</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B3"><mixed-citation publication-type="journal"><collab>D<sc>ark</sc> C<sc>ity</sc></collab>. Regie: <string-name><given-names>Alex</given-names> <surname>Proyas</surname></string-name>. US/AUS <year>2008</year>.</mixed-citation></ref>
</ref-list>
<ref-list>
<title>Zitierte Werke</title>
<ref id="B4"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Danielewski</surname>, <given-names>Mark Z.</given-names></string-name> <source>House of Leaves</source>. <publisher-name>Doubleday</publisher-name>, <year>2024</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B5"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Derrida</surname>, <given-names>Jacques</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Am Nullpunkt der Verr&#252;cktheit &#8211; Jetzt die Architektur&#171;</article-title>. <source>Wege aus der Moderne</source>, <year>1994</year>, S. <fpage>215</fpage>&#8211;<lpage>232</lpage>, <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783050071374-018</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B6"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mathieu</surname>, <given-names>Marc-Antoine</given-names></string-name>. <source>Die Verschiebung</source>. <publisher-name>Reprodukt</publisher-name>, <year>2015</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B7"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Schreber</surname>, <given-names>Daniel Paul</given-names></string-name>. <source>Denkw&#252;rdigkeiten eines Nervenkranken</source>, <year>1973</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B8"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Vidler</surname>, <given-names>Anthony</given-names></string-name>. <source>The Architectural Uncanny: Essays in the Modern Unhomely</source>. <publisher-name>MIT Press</publisher-name>, <year>1999</year>.</mixed-citation></ref>
</ref-list>
</back>
</article>