<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Publishing DTD v1.1 20120330//EN" "http://jats.nlm.nih.gov/publishing/1.1/JATS-journalpublishing1.dtd">
<!--<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="article.xsl"?>-->
<article article-type="research-article" dtd-version="1.1" xml:lang="de" xmlns:mml="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
<front>
<journal-meta>
<journal-id journal-id-type="issn">2192-0885</journal-id>
<journal-title-group>
<journal-title>Zeitschrift f&#252;r Fantastikforschung</journal-title>
</journal-title-group>
<issn pub-type="epub">2192-0885</issn>
<publisher>
<publisher-name>Open Library of Humanities</publisher-name>
</publisher>
</journal-meta>
<article-meta>
<article-id pub-id-type="doi">10.16995/zff.2883</article-id>
<article-categories>
<subj-group>
<subject>Artikel</subject>
</subj-group>
</article-categories>
<title-group>
<article-title>Fantastische Technik im Mittelalter? Zu (Gl&#252;cks-)R&#228;dern in zwei mittelhochdeutschen Artusromanen</article-title>
</title-group>
<contrib-group>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>H&#228;ger</surname>
<given-names>Hanna-Myriam</given-names>
</name>
<email>hanna.haeger@grk1767.uni-freiburg.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
</contrib>
</contrib-group>
<aff id="aff-1"><label>1</label>Albert-Ludwigs-Universit&#228;t Freiburg, DE</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2021-06-23">
<day>23</day>
<month>06</month>
<year>2021</year>
</pub-date>
<pub-date pub-type="collection">
<year>2020</year>
</pub-date>
<volume>8</volume>
<issue>1</issue>
<fpage>1</fpage>
<lpage>34</lpage>
<permissions>
<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2020 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2020</copyright-year>
<license license-type="open-access" xlink:href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/">
<license-p>Die Zeitschrift f&#252;r Fantastikforschung ist eine Open-Access-Zeitschrift mit Peer-Review-Verfahren, die von der Open Library of Humanities ver&#246;ffentlicht wird. &#x00A9; 2021 Der/die Autor*innen. Dieser Open-Access-Beitrag ist lizensiert durch die Creative-Commons Lizenz BY-NC-ND. Diese Lizenz erlaubt es Weiterverwendern*innen, das Material in jedem Medium oder Format nur in nicht angepasster Form zu nichtkommerziellen Zwecken zu kopieren und zu verbreiten, solange der/die Urheber*in genannt wird. Vgl. <uri xlink:href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de">https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de</uri>.</license-p>
</license>
</permissions>
<self-uri xlink:href="https://zff.openlibhums.org/articles/10.16995/zff.2883/"/>
<abstract>
<p>Recent works in the field of German medieval literature argue that the category of &#8250;the fantastic&#8249; needs to be defined in demarcation to the medieval category of &#8250;the marvelous&#8249;, and, thus, the focus of text analyses should lay on forms and functions of &#8250;fear/fright&#8249;. Following up on this concept, the article analyses the motif of the wheel (of fortune) in two Middle High German Arthurian verse novels and asks whether it can be considered to be a fantastic element. It is pointed out that the (evil) marvelous is integrated into a concrete and dualistic religious meaning where it is linked to existential fear. By contrast, the fantastic keeps unnatural and strange things unexplained and enigmatic. Here, fright is realized in a more congealed, pictorial way and stays in the background whereby the occurrences seem to be left in fantastic ambiguity and inexplicability. Therefore, valid systems of classification are subverted.</p>
</abstract>
</article-meta>
</front>
<body>
<p>&#8250;Fantastik&#8249; ist ein Ph&#228;nomen, dessen Existenz dem Mittelalter mehrheitlich abgesprochen wird. Liest man beispielsweise <xref ref-type="bibr" rid="B6">Roger Caillois</xref> (48&#8211;52), <xref ref-type="bibr" rid="B62">Tzvetan Todorov</xref> (bes. 55&#8211;93), <xref ref-type="bibr" rid="B4">Hans Richard Brittnacher</xref> (bes. 41&#8211;55) und <xref ref-type="bibr" rid="B12">Uwe Durst</xref> (bes. 68 und 391 f.) kann es im Mittelalter keine Fantastik geben bzw. gegeben haben, da die Ordnung der Welt noch keinem wissenschaftlich-rationalen Determinismus unterlegen, sondern einer Auffassung des wahrhaft Wunderbaren gehorcht habe, die stets in einer g&#246;ttlich-allegorischen Bestimmung aufgehe; das Fantastische sei eine Erscheinung, deren Anf&#228;nge erst im 18. Jahrhundert anzusetzen seien.<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref> Angesto&#223;en durch die Studie <italic>Aspects fantastiques de la litt&#233;rature narrative m&#233;di&#233;vale</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B11">von Francis Dubost</xref>, die das Konzept des Fantastischen zum ersten Mal und umfassend f&#252;r die (franz&#246;sische) Literatur der Vormoderne nutzbar macht, kommen einige Beitr&#228;ge der germanistischen Medi&#228;vistik zu einem &#228;hnlichen Schluss. Schon Dubost macht &#8250;nur&#8249; fantastische Momente bzw. Aspekte im mittelalterlichen Erz&#228;hlen aus (bes. 125), w&#228;hrend andere die Anwendung der Kategorie auf die vormoderne Literatur grunds&#228;tzlich als problematisch erachten, denn letztlich manifestiere sich das mittelalterlich Fantastische &#8211; so die Kritik an Dubost &#8211; im negativ/dunklen/schaurigen/nicht-christlichen Wunderbaren und k&#228;me so blo&#223; wieder zum Wunderbaren zur&#252;ck (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B69">Wolfzettel, &#187;Problem&#171; 4</xref> und <xref ref-type="bibr" rid="B14">Eming, &#187;Funktionswandel&#171; 128</xref>). Dennoch liefere der Begriff etliche Anregungen (siehe <xref ref-type="bibr" rid="B69">Wolfzettel, &#187;Problem&#171; 17</xref>) und sei mit seiner &#187;Affinit&#228;t [&#8230;] zu manifest unverst&#228;ndlichen und Angst erzeugenden Szenarien&#171; (<xref ref-type="bibr" rid="B15">Eming, &#187;Mittelalter&#171; 16</xref>) f&#252;r die Literatur des Mittelalters unabdingbar, wenngleich er noch pr&#228;ziser in Abgrenzung zur Kategorie des mittelalterlich Wunderbaren definiert werden m&#252;sse. Dabei markiere die Ausdifferenzierung von Formen und Funktionen von Angst einen entscheidenden Schritt (vgl. &#187;Mittelalter&#171; 16).</p>
<p>An Jutta Emings theoretische Forderung ankn&#252;pfend und die Fragestellung des Themenhefts aufgreifend, analysiert der vorliegende Beitrag das Motiv des Rades als fantastisches Erz&#228;hlelement. Dahin gehend fragt er konkreter, in welcher Relation dieses technische Element zu den handelnden Subjekten steht, welche Bedeutung es f&#252;r sie bzw. f&#252;r das Handlungsgeschehen hat und mit welchen Emotionen es in Zusammenhang steht, er fragt nach seiner spezifischen Ausgestaltung, Funktion und Wirkungsweise und schlie&#223;lich, ob das Rad als fantastisches Erz&#228;hlmerkmal fungiert. Die Er&#246;rterungen orientieren sich dabei zun&#228;chst an einem Verst&#228;ndnis von Fantastik, wie es <xref ref-type="bibr" rid="B33">Walter Haug</xref> unter R&#252;ckbezug auf die vielzitierte Stelle von Caillois erstmals f&#252;r die germanistische Medi&#228;vistik formuliert hat: Von Fantastik k&#246;nne man sprechen, wenn etwas in die gewohnte Weltordnung einbreche und ein Riss in der Wirklichkeit entstehe, der eine zweite Welt sichtbar werden lie&#223;e, die unerkl&#228;rlichen, unbegreiflichen und unzul&#228;nglichen Gesetzen unterl&#228;ge und so Angst und Schrecken evoziere. &#187;Dieses Unbegreifliche manifestiert sich vor allem in der Offenheit des Fragmentarischen, in der Erstarrung zum Bild, im metamorphen Charakter der Erscheinungen&#171; (&#187;Das Fantastische&#171; 147), die Welt ist undeutbar geworden. Das Wunderbare speist sich aus einem Motivvorrat orientalischer, keltischer und christlich-jenseitsorientierter Glaubensinhalte. Die Forschung hat es als ein literarisch bedingtes Ph&#228;nomen bestimmt, das von der Kategorie des (realen) Wunders als einem Wirken Gottes abzugrenzen sei. Es kennzeichne einen ma&#223;geblichen Indikator f&#252;r die Entwicklung fiktionalen Erz&#228;hlens in der volksprachlichen Literatur, da sich historiographische wie religi&#246;se Verbindlichkeit aufzuheben beg&#228;nne und ein anderes Konzept poetischer Wahrheit formuliert w&#252;rde, wobei die Differenz zwischen Wunder und Wunderbarem zunehmend verschleiert w&#252;rde und der g&#246;ttliche Ursprung wunderbarer Versatzst&#252;cke nicht mehr so eindeutig sei. Als wunderbar k&#246;nne identifiziert werden, was im Text als solches benannt oder &#228;sthetisch stilisiert werde (siehe mit weiteren Literaturhinweisen <xref ref-type="bibr" rid="B15">Eming, &#187;Mittelalter&#171; 11 ff.</xref>).</p>
<p>Diese Beobachtungen hat man vornehmlich am Artusroman festgemacht, in dem das Wunderbare stark pr&#228;sent ist und &#220;bernat&#252;rliches &#8211; vornehmlich in den sp&#228;teren Werken &#8211; ins grausam D&#228;monische und Groteske umschlagen kann. Auch im Folgenden bilden daher zwei sp&#228;te Texte der Gattung die Untersuchungsgrundlage: der <italic>Wigalois</italic> (zwischen 1210 und 1220) des <xref ref-type="bibr" rid="B68">Wirnt von Grafenberg</xref> und Heinrichs von dem T&#252;rlin <italic>Diu Cr&#244;ne</italic> (ca. 1230). Au&#223;erdem spielen in ihnen R&#228;der eine wesentliche Rolle, deren technischer Aspekt mir hingegen bislang zu wenig beachtet worden zu sein scheint, obwohl das Rad an sich zun&#228;chst einmal ein technischer Gegenstand ist und deshalb nicht selten zu den vormodernen Automaten gez&#228;hlt wurde (so bei Fasbender, &#187;Wigalois&#171; 55 f. und 97 f.; <xref ref-type="bibr" rid="B17">Ernst, &#187;Mirabilia mechanica&#171; 50 f.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B18">Ernst, &#187;Zauber&#171; 139 f. und 156 f.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B15">Eming, &#187;Maschinen&#171; 36 ff.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B22">Finkele/Krause 23</xref>).</p>
<sec>
<title>1 Wigalois</title>
<p>Im <italic>Wigalois</italic> geh&#246;rt das Rad zu den bestimmenden Erz&#228;hlmotiven. Neben einem Gl&#252;cksrad und einem teuflischen Schwertrad durchzieht es als Symbol auf Helm und Schild des Helden, der auch als &#8250;Ritter mit dem Rad&#8249; firmiert, die gesamte Erz&#228;hlung; man k&#246;nnte sagen, das Rad ist <italic>das</italic> kennzeichnende Merkmal des Romans (siehe dazu u. a. auch Lohbeck 64&#8211;112; <xref ref-type="bibr" rid="B70">W&#252;stemann 61&#8211;69</xref>; Jaeger 235 und Fn. 370; <xref ref-type="bibr" rid="B18">Ernst, &#187;Zauber&#171; 168</xref>). &#220;berdies trifft der Protagonist auf seiner Avent&#252;refahrt auf zahlreiche wunderbare Wesen, Gegenst&#228;nde und Begebenheiten.</p>
<sec>
<title>1.1 Jorams Rad</title>
<p>Die Erz&#228;hlung nimmt ihren Ausgangspunkt am Artushof und beginnt mit einer Vorgeschichte, die die Geburt des eigentlichen Helden, Wigalois n&#228;mlich, einleitet. Gawein, der Neffe K&#246;nig Artus&#8217; und ritterliches Musterbeispiel <italic>par excellence</italic>, wird mit einer Zauberlist von K&#246;nig Joram besiegt, der den Ritter mit in sein Reich nimmt. Als ein verschlossenes Land &#228;hnelt es den Schaupl&#228;tzen aus Feenerz&#228;hlungen, doch Joram und auch seiner Nichte Florie, die mit Gawein verm&#228;hlt wird, sind keinerlei besondere F&#228;higkeiten bzw. (feenhafte) Wesensz&#252;ge eigen, vielmehr scheinen sie ein Leben nach christlichen Regeln zu f&#252;hren und gottesf&#252;rchtig zu sein. Das legt zumindest der Segen nahe, den Joram &#252;ber Gawein und Florie spricht und in dem er die Verbindung des Paares auf Gottes F&#252;gung zur&#252;ckf&#252;hrt (V. 1000&#8211;1004).<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref></p>
<p>Diese Tatsache best&#228;tigt sich, denn das K&#246;nigreich zeichnet sich durch ein weiteres besonderes Element aus: ein Gl&#252;cksrad.</p>
<disp-quote>
<p>&#219;f des k&#252;niges veste</p>
<p>was daz aller beste</p>
<p>werc von r&#244;tem golde</p>
<p>gegozzen, als er wolde:</p>
<p>ein rat, enmitten &#251;f den sal;</p>
<p>daz gienc &#251;f und zetal;</p>
<p>d&#226; w&#226;ren bilde gegozzen an,</p>
<p>iegel&#238;chz geschaffen als ein man.</p>
<p>hie sigen diu mit dem rade nider,</p>
<p>s&#244; stigen d&#8217;andern &#251;f wider;</p>
<p>sus gienc ez umbe an der stat;</p>
<p>das was des gel&#252;ckes rat.</p>
<p>ez h&#234;t ein pfaffe gemeistert dar;</p>
<p>von r&#244;tem golde was ez gar. (V. 1036&#8211;1049)</p>
<p>(Auf der Burg des K&#246;nigs befand sich das allerbeste Kunstwerk aus rotem Gold gegossen, wie er es veranlasst hatte: ein Rad, mitten im Saal; das ging auf und nieder. Daran waren Figuren aus Metall gegossen, jede wie ein Mensch geschaffen. Hier sanken diese mit dem Rad nieder, dort stiegen die anderen wieder hinauf; auf diese Weise drehte es sich dort; es war das Rad des Gl&#252;cks. Ein <italic>pfaffe</italic> hatte es gemeistert und dort kunstvoll errichtet. Es war aus purem roten Gold.)</p>
</disp-quote>
<p>Erstaunlich wenig erfahren die H&#246;rer*innen (bzw. Leser*innen) &#252;ber die technische Antriebskraft und Funktionsf&#228;higkeit des Gegenstands. Genannt werden nur das Material, die Drehbewegung und der Guss der Metallfiguren, eine Erkl&#228;rung, durch welchen Mechanismus das Rad unabl&#228;ssig in Bewegung ist, wird dagegen nicht gegeben. Der technische Aspekt ist stark zur&#252;ckgenommen,<xref ref-type="fn" rid="n3">3</xref> obgleich es an sich doch erst einmal ein technisches Objekt ist. Die Technik scheint hingegen nicht interessant bzw. nicht relevant zu sein. Auskunft gibt die Schilderung aber ferner dar&#252;ber, wer f&#252;r die Herstellung des Rades verantwortlich ist: Nach dem Wunsch des K&#246;nigs hat es ein <italic>pfaffe</italic> gemeistert. Seinen Ursprung hat der Gegenstand demnach in dem Auftrag des Herrschers, den ein <italic>pfaffe</italic>, in seiner grunds&#228;tzlichen Wortbedeutung ein Geistlicher, und nicht etwa ein <italic>zouberer/zouber&#230;re</italic> (&#8250;Zauberer&#8249;) ausgef&#252;hrt hat.<xref ref-type="fn" rid="n4">4</xref> Das Rad wird durch den <italic>pfaffen</italic> und Joram, der ja auch schon die Verbindung zwischen Gawein und seiner Nichte durch Gottes Wirken bestimmt gesehen hatte, mit einer christlichen Konnotation versehen und als Vergegenst&#228;ndlichung von Gottes Willen auf Erden zum Zeichen g&#246;ttlicher Macht. Das unterstreicht ebenfalls die nur geringe bzw. fehlende Beachtung seines maschinellen Systems und technischen Mechanismus&#8217;.</p>
<p>Nun besitzt das Rad eine spezielle Bedeutung f&#252;r den Hausherrn, deren Au&#223;er- und Ungew&#246;hnlichkeit bereits mehrmals von der Forschung hinterfragt und diskutiert worden sind. Denn &#187;ez bezeichent daz dem wirte nie / an deheinem dinge missegie, / wan daz gel&#252;cke volget im ie&#171; (&#187;es bedeutete, dass dem Hausherrn niemals etwas fehlschlug, denn das Gl&#252;ck begleitete ihn stets&#171;, V. 1050&#8211;1052). Das stete Gl&#252;ck stehe aber im Widerspruch zum sich drehenden Rad, das ja gerade die Unbest&#228;ndigkeit und das Schicksalhafte des menschlichen Lebens symbolisiere (siehe dazu u. a. <xref ref-type="bibr" rid="B70">W&#252;stemann 53 und 62 f.</xref>, die ebenfalls einen &#220;berblick &#252;ber einige Deutungsans&#228;tze gibt, und <xref ref-type="bibr" rid="B14">Eming, &#187;Funktionswandel&#171; 154 f.</xref>).<xref ref-type="fn" rid="n5">5</xref> Gottes Wankelmut scheint f&#252;r den gottergebenen Joram jedoch nicht zu gelten und ausdr&#252;cklich wird der Gegenstand als <italic>des gel&#252;ckes rat</italic> bezeichnet. So inkonsistent die Gestaltung des Symbols auf den ersten Blick auch sein mag, bereitet sie, wie ich meine, auf den Protagonisten vor und geht in der Konzeption des Romans vollst&#228;ndig auf. Das lassen bereits die Art und Weise seiner Ausgestaltung und seine Einbettung in den Text erkennen: Das Rad ist aus den edelsten und wertvollsten Materialien gefertigt, es ist das allerbeste Kunstwerk und bringt seinem Besitzer immerw&#228;hrendes Gl&#252;ck; es ist also durchweg positiv besetzt und mit besonderer Bedeutung aufgeladen, und zwar nicht nur f&#252;r Joram. Denn geschildert wird das Symbol an einer Stelle des Romans, die eigentlich nichts mit ihm, sondern mit Wigalois und Gawein zu tun hat. Es wird vom Zeitpunkt nach der Hochzeit erz&#228;hlt, von Flories Schwangerschaft, Gaweins Ruhm, dessen Sehnsucht nach der Tafelrunde und heimlichem Fortgehen aus dem Joram-Reich (V. 1019&#8211;1035 und V. 1053&#8211;1202). Zu wenig greifen daher auch die Interpretationen, die das Rad als blindes Motiv, blo&#223;es Herrscherattribut oder einfach repr&#228;sentativ-heraldisches Zeichen des Helden deuten (siehe dazu <xref ref-type="bibr" rid="B8">Cormeau, &#187;Fortuna&#171; 31</xref>, Fasbender, &#187;Wigalois&#171; 56 und <xref ref-type="bibr" rid="B18">Ernst, &#187;Zauber&#171; 156</xref>), vielmehr ist den Ans&#228;tzen Rechnung zu tragen, welche die Joram&#8217;sche <italic>fortuna stabilis</italic> als Symbol der heldischen <italic>felicitas</italic> &#8250;hinnehmen&#8249; (so etwa <xref ref-type="bibr" rid="B55">Schie&#223;l 173</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B9">de Boor 317</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B27">G&#252;rttler</xref> 218 und <xref ref-type="bibr" rid="B70">W&#252;stemann 62 f.</xref>);<xref ref-type="fn" rid="n6">6</xref> sie m&#252;ssen allerdings um die im Roman an Wigalois entfaltete Bedeutung g&#246;ttlichen Wirkens, das aus gottesf&#252;rchtigem Verhalten resultiert, erg&#228;nzt werden.<xref ref-type="fn" rid="n7">7</xref></p>
</sec>
<sec>
<title>1.2 Der Gl&#252;cksritter Wigalois</title>
<p>Zu einem vorbildlichen jungen Mann herangewachsen, verl&#228;sst Wigalois das Joram-Reich, um ein ber&#252;hmter Ritter zu werden. Er gelangt zum Artushof und erh&#228;lt dort eine musterg&#252;ltige ritterliche Ausbildung. Schon innerhalb dieser Sequenz weisen allein drei Stellen auf das gro&#223;e Gl&#252;ck hin, mit dem Wigalois gesegnet ist (V. 1382 f., V. 1562 und V. 1617&#8211;1621). Die letzte gibt eine Begr&#252;ndung daf&#252;r, warum der junge Ritter ein Gl&#252;ckskind ist:</p>
<disp-quote>
<p>s&#238;n manheit diu was harte gr&#244;z;</p>
<p>gel&#252;ckes er dar zuo gen&#244;z</p>
<p>daz im vil selten missegie,</p>
<p>wand er h&#234;t vor ougen ie</p>
<p>got, der die s&#238;nen nie verlie. (V. 1617&#8211;1621)</p>
<p>(Seine [also Wigalois&#8217;] Tapferkeit war beachtlich; dazu genoss er so gro&#223;es Gl&#252;ck, dass ihm niemals etwas fehlging, denn er hatte stets Gott vor Augen, der die seinen nie im Stich lie&#223;.)</p>
</disp-quote>
<p>Was sich bei Joram angedeutet hatte, wird hier explizit formuliert: Das Gl&#252;ck ist auf der Seite des Helden, da er Gott im Herzen f&#252;hrt. Ist Wigalois durch seinen Vater Gawein als bester Ritter pr&#228;determiniert, vervollkommnet sich die Vorherbestimmtheit &#252;ber die Seite seines Oheims und dann seiner Mutter zum fortw&#228;hrenden (frommen) Gl&#252;cksritter, dem nichts fehlgeht.<xref ref-type="fn" rid="n8">8</xref></p>
<p>Mancherorts wurden kritische Einw&#228;nde gegen diese Pr&#228;destination des Helden erhoben: So stellt <xref ref-type="bibr" rid="B46">Gisela Lohbeck</xref> eine Defizienz des Joram-Reiches fest, die eben das Gegenteil von stetigem Gl&#252;ck augenf&#228;llig mache. Der K&#246;nig lebe in v&#246;lliger Isolation ohne herrschaftlichen Hofstaat, und es fehle ihm an einem Erben, weshalb er Gawein mit dem G&#252;rtel besiege. In diesem Sinne deutet Lohbeck das <italic>gel&#252;ckes rat</italic> gleicherma&#223;en negativ, denn Joram sei an seiner Aufgabe als Herrscher gescheitert (vgl. 75 ff.). Und <xref ref-type="bibr" rid="B16">Jutta Eming</xref> erkl&#228;rt in ihrer Untersuchung zum Wunderbaren, der Begriff der Pr&#228;determination impliziere eine religi&#246;se Sinngebung, die f&#252;r den <italic>Wigalois</italic> so eindeutig nicht gegeben sei, das Rad werde im Roman umbesetzt und zu einem Element des Wunderbaren transformiert (vgl. 154 ff. und 225).</p>
<p>Jorams Reich ist allerdings keineswegs so defizient, wie Lohbeck es sieht. Der K&#246;nig besitzt einen pr&#228;chtigen Hofstaat (V. 315&#8211;319, V. 490&#8211;509 und V. 680&#8211;684), ist reich (V. 695 f.), l&#228;sst Gawein die beste Behandlung zuteilwerden (V. 690&#8211;716), und auch f&#252;r ritterlichen Zeitvertreib ist auf seiner Burg gesorgt (V. 1029) (so auch <xref ref-type="bibr" rid="B58">Seelbach und Seelbach 274</xref>). &#220;berdies ist es meines Erachtens unm&#246;glich, ein religi&#246;ses Sinngebungsverfahren f&#252;r den Roman auszuschlie&#223;en. Was zu Beginn mit dem unter g&#246;ttlicher Gnade stehenden Gl&#252;ckskind und besten Ritter Wigalois &#252;ber die Eltern eingef&#252;hrt wird, wird bis zum Ende der Geschichte fortgesetzt und durch einen klaren Dualismus aufrechterhalten, der sich vor allem in der Korntin-Episode vollends realisiert (siehe 1.3). Dem widerspricht nicht, dass das Rad als wunderbares Element gedacht werden kann. Mit der nur geringen Ausgestaltung seines technischen Aspekts und wunderbaren Wirkung f&#252;r den Helden wird dies sogar noch akzentuiert. Der Gegenstand erh&#228;lt im Text nur eine konkret christliche Bedeutung und wird in einen entsprechenden Sinngebungszusammenhang gestellt. Das gl&#252;ckhafte Schicksal des Helden muss daher zun&#228;chst auf einer narratologischen Ebene betrachtet werden, welche die Ob-Spannung auf eine Wie-Spannung hin verlagert. Dass der fromme Held auf seiner Avent&#252;refahrt siegen wird, steht au&#223;er Frage, wie er welche Gefahren meistert, das will der Text erz&#228;hlen.<xref ref-type="fn" rid="n9">9</xref> So erh&#228;lt aber dann auch das Rad als Symbol des stetigen Gl&#252;cks seinen Sinn und verliert seine vermeintliche Widerspr&#252;chlichkeit.</p>
<p>&#196;u&#223;erlich signalisiert das das Zeichen des Rades auf Wigalois&#8217; Helm (V. 1860&#8211;1869), welches mit dem Radzeichen seines Schildes, das der Identifikation als Artus- bzw. Tafelrundenritter dient (V. 1824&#8211;1831), um eine technische Beg&#252;nstigung erg&#228;nzt wird. In einer ersten Abenteuerreihe muss Wigalois dann diese ritterlich-technische Seite, also seine Tapferkeit beweisen, um sich f&#252;r das Abenteuer zu Korntin zu bew&#228;hren. Doch schon in den K&#228;mpfen vier und f&#252;nf legt Wigalois den Ausgang der Auseinandersetzungen in die H&#228;nde Gottes, &#187;wand er [d.i. Gott] nam ie des rehten war&#171; (&#187;denn er [also Gott] nahm sich stets des Gerechten an&#171;, V. 2922; vgl. auch V. 2919&#8211;2923 und V. 3378 f.). Der &#252;ber die Rad-Plastik und das Rad-Symbol der Tafelrunde gesetzte Zusammenhang von, wenn man so will, Technik und gutem Schicksal aufgrund von Gottesfurcht greift schon hier in eins und verbindet sich im vollkommenen Helden.<xref ref-type="fn" rid="n10">10</xref></p>
<p>Nach erfolgreicher Bew&#228;hrung wird dem Protagonisten dann sogleich der Heide Roaz von Glois gegen&#252;bergestellt (V. 3652 f.): Der &#187;h&#226;t durch s&#238;nen zouberlist / beidiu s&#234;le unde leben / einem tievel gegeben&#171; (&#187;hat f&#252;r seine Zauberkunst seine Seele und sein Leben einem Teufel verpf&#228;ndet&#171;, V. 3656&#8211;3658) und das Land Korntin an sich gebracht. Der Antagonist ist im Gegensatz zum gottergebenen Christen Wigalois ein heidnischer Teufelsb&#252;ndler, der f&#252;r Zauberkunst &#8211; und an dieser Stelle f&#228;llt dann erstaunlicherweise genau dieses Wort &#8211; seine Seele und sein Leben verkauft hat. Die religi&#246;se Ebene und die mit ihr verbundene Polarit&#228;t von Gut und B&#246;se sind unverkennbar. Nicht ohne Grund sind bereits mehrere &#8211; insbesondere fr&#252;here &#8211; Forschungsarbeiten zum <italic>Wigalois</italic> zu einem &#228;hnlichen Schluss gekommen und deuten den Helden in diesem Sinne als Erl&#246;ser und Heilsbringer (vgl. dazu <xref ref-type="bibr" rid="B3">Brinker bes. 97 f. und 104 f.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B35">Henderson</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B26">Grubm&#252;ller</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B48">Mertens 185</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B41">Kern, &#187;Auseinandersetzung&#171; 78 ff.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B56">Schiewer 154</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B67">Wennerhold 121</xref>). Die Gegens&#228;tzlichkeit wird im Weiteren fortgef&#252;hrt, denn Korntin ist ein Teufelsland und h&#228;lt vielerlei Ausgeburten der H&#246;lle bereit, gegen die der Held mit immer jeweils wunderbar-g&#246;ttlichen Mitteln erfolgreich vorgeht: mit einem priesterlichen Amulett (V. 4427&#8211;4429), einem Wunderbrot (V. 4470&#8211;4478), einer Wunderbl&#252;te vom &#8250;Paradiesbaum&#8249; und einer himmlischen Lanze (V. 4742&#8211;4758). Der Held selbst &#252;bergibt sich vollends der Gnade Gottes (V. 4343&#8211;4348, V. 4369 und V. 4375&#8211;4378), durch die ihm g&#246;ttlicher Beistand nie versagt bleibt und aufgrund der bereits vor Wigalois&#8217; Ausfahrt prophezeit wird, dass er den Sieg davontr&#228;gt (V. 4458&#8211;4461). Die Pr&#228;determination zum Gl&#252;cksritter ist handlungslogisch aufgel&#246;st.<xref ref-type="fn" rid="n11">11</xref></p>
</sec>
<sec>
<title>1.3 Roaz&#8217; Rad</title>
<p>Nicht anders verh&#228;lt es sich in der Episode mit dem Schwertrad, auf das der Held hinter einer Br&#252;cke st&#246;&#223;t;</p>
<disp-quote>
<p>dar &#251;f harte r&#238;che</p>
<p>von marmel ein tor gem&#251;ret lac,</p>
<p>des ein rat von &#234;re pflac;</p>
<p>daz lief umbe vor dem tor</p>
<p>&#251;f &#238;sen&#238;nen siulen enbor.</p>
<p>ez treip ein wazzer daz was gr&#244;z;</p>
<p>durch das v&#251;le mos ez vl&#244;z.</p>
<p>daz rat mit kreften umbe gie;</p>
<p>durch das tor ez niemen lie.</p>
<p>daz h&#234;t Roaz gemeistert dar.</p>
<p>mit scharfen swerten was ez gar</p>
<p>und mit kolben wol beslagen. (V. 6773&#8211;6784)</p>
<p>(darauf befand sich ein pr&#228;chtiges aus Marmorquadern gef&#252;gtes Tor, das von einem Rad aus Erz bewacht war. Dieses drehte sich vor dem Tor zwischen eisernen S&#228;ulen aufw&#228;rts. Es wurde von einem kr&#228;ftigen Bach angetrieben, der durch den fauligen Sumpf floss. Das Rad drehte sich derart schnell, dass es niemanden das Tor passieren lie&#223;. Roaz hatte es geschaffen. Es war &#252;ber und &#252;ber mit scharfen Schwertern und Kolben best&#252;ckt.)</p>
</disp-quote>
<p>Das Rad wird durch einen Wasserlauf angetrieben, durch den es in dem Marmortor an eisernen S&#228;ulen auf- und niedergeht. Die aus ihm herausragenden Schwerter und Kolben machen es zus&#228;tzlich zu einer unpassierbaren Gefahr. Im Vergleich mit dem Rad aus dem Joram-Reich sind das maschinelle Element des Schwertrads und seine technische Funktion deutlich ausf&#252;hrlicher und eindeutiger beschrieben. Neben der Schilderung des Materials wird genau erkl&#228;rt, welche Antriebskraft genutzt wird, damit es sich dreht: die Naturgewalt des Wassers;<xref ref-type="fn" rid="n12">12</xref> durch mechanische Kriegsger&#228;te, die den Eingang zur Avent&#252;re blockieren, wird es dazu zu einem gef&#228;hrlichen Automaten funktioniert. Roaz, von dem wir wissen, dass er ein mit dem Teufel verb&#252;ndeter Heide ist, hat dieses verderbenbringende Kunstwerk als Hindernis geschaffen.</p>
<p>Als dem Helden durch das Rad der Weg versperrt ist, erhebt sich hinter ihm ein gef&#228;hrlicher Nebel, der alles und jeden zu Tode verklebt und den Ritter vor dem Tor gefangen setzt, denn er kann weder vor noch zur&#252;ck. Abermals spricht der Ritter ein Gebet zu Gott (V. 6847&#8211;6859). Wigalois &#252;berkommt M&#252;digkeit und er schl&#228;ft ein. Gott sendet daraufhin einen Wind, der den gef&#228;hrlichen Nebel in den Sumpf treibt und das Wasser verklebt, und zwar so stark, dass alles erstarrt und auch das Rad zum Stehen kommt. Von seinem Quietschen erwacht, passiert der Held freudig das Tor und schickt dem Allm&#228;chtigen seinen Dank. Eine gr&#228;ssliche Stimme erklingt und droht mit dem Tod. Die Rufe verstummen, der Wind legt sich, der Nebel steigt wieder auf und das Rad beginnt, sich wieder zu drehen (V. 6860&#8211;6924).</p>
<p>Als einer der ersten hat <xref ref-type="bibr" rid="B66">Max Wehrli</xref> mit Recht auf die einzigartige Atmosph&#228;re hingewiesen, mit der Korntin und auch gerade diese Passage umgeben sind. Er spricht von einer Fantastik, &#187;die das Wunderbare mit genauem technischen Interesse&#171; und einem &#187;Sinn f&#252;r das Wunderbare der Stimmung&#171; (22) entwickelt. Haug sieht die Gegens&#228;tzlichkeit von Gut und B&#246;se verschwommen, die Erscheinungen in Korntin seien ambivalent und die Avent&#252;rewelt beg&#228;nne eigent&#252;mlich zu schillern, ein st&#228;ndiger Wechsel von Hell und Dunkel beherrsche das Geschehen, es sei eine fantastische Szenerie (vgl. &#187;Poesie&#171; 212 und 220, &#187;Das Fantastische&#171; 145 ff. und &#187;Literaturtheorie&#171; 263 f.). Und Eming stellt ein Ineinanderlaufen von Sch&#246;nem und Schrecklichem sowie Magisch-Zauberhaftem und Religi&#246;sem fest, die mysteri&#246;sen Begebenheiten in Korntin verblieben in einer gewissen R&#228;tselhaftigkeit und man k&#246;nne die Situation als fantastisch charakterisieren (&#187;Funktionswandel&#171; 206 f. und 209&#8211;215).</p>
<p>Es stimmt &#8211; die H&#246;rer*innen (bzw. Leser*innen) finden sich in eine merkw&#252;rdig schaurig-sch&#246;ne Atmosph&#228;re versetzt, die wunderbare Szenerie in Korntin ist eigent&#252;mlich r&#228;tselhaft und auch das Rad zeichnet sich durch gewisse ambivalente Eigent&#252;mlichkeiten aus: Dem Automaten haftet neben seiner Schauderhaftigkeit etwas Glanzvolles und Erhabenes an, tats&#228;chlich bleibt einiges ungekl&#228;rt, n&#228;mlich wie zum Beispiel Roaz genau das Rad erschaffen hat, wem die Stimme geh&#246;rt, die pl&#246;tzlich ert&#246;nt, und an wen sie sich richtet; auch der unvermittelte Schlaf des Helden wirkt fast ein wenig komisch.<xref ref-type="fn" rid="n13">13</xref> Die Ambivalenzen und R&#228;tselhaftigkeiten bleiben hingegen nicht bestehen bzw. sind sie mit Dubost allenfalls punktuell und momenthaft. Vielmehr f&#252;gen sie sich in die Ordnung des Romans ein, da sich die grauenerweckenden Wesen, Gegenst&#228;nde und Begebenheiten letztlich in einem dualistischen Weltbild von gutem G&#246;ttlichen und teuflisch B&#246;sen aufl&#246;sen, das der Text als Programm formuliert. In ihm sind sie handlungslogisch als Hindernisse f&#252;r den Helden gestaltet, denen mit entsprechenden Mitteln beizukommen ist. Daf&#252;r sind sie hier in einen religi&#246;sen Bedeutungszusammenhang gestellt, den der Dichter, wie ich meine, prominent setzt. Dieser Sinngebungshorizont erh&#228;lt nun keinen Riss seiner Wirklichkeit, hinter der eine zweite unerkl&#228;rliche Welt sichtbar w&#252;rde, sondern wird &#252;ber die gesamte Erz&#228;hlung aufrechterhalten, so dass die Kategorie des Fantastischen hier nur bedingt greift.<xref ref-type="fn" rid="n14">14</xref> Eingebettet in einen erkl&#228;rbaren Ordnungszusammenhang, verbleiben die Erscheinungen im Bereich des positiv und negativ Wunderbaren.</p>
<p>Das wird auch gerade in der Gegen&#252;berstellung der beiden R&#228;der und ihres technischen Aspekts noch einmal deutlich: Der mit dem Teufel im Bunde stehende Heide Roaz hat eine H&#246;llenmaschine geschaffen, die als Hindernis f&#252;r den Helden fungiert. Dem gottesf&#252;rchtigen Ritter steht &#252;ber das Schicksalsrad das Gl&#252;ck zur Seite, das ihn auch in dieser Situation nicht im Stich l&#228;sst, denn durch Gottes Hilfe wird er vor der Gefahr gerettet. Man kann es wohl herunterbrechen und ebenfalls platt so ausdr&#252;cken: F&#252;hrst du ein frommes Leben (Joram und Wigalois), ist Gott dir geneigt und du bist durch ihn vom Gl&#252;ck gesegnet. Stellst du dich aber auf die Seite des B&#246;sen und handelst wider Gott (Roaz), widerf&#228;hrt dir auch kein Gl&#252;ck. <xref ref-type="bibr" rid="B37">Achim Jaeger</xref> deutet das Schwertrad dahin gehend sogar als allegorisches Motiv, das als Richterinstanz fungiere und dem auserw&#228;hlten Helden erm&#246;gliche, die Grenze zum Jenseits zu &#252;berschreiten (vgl. 294 ff.; hier ebenfalls als Pendant zum Joram-Rad gewertet).<xref ref-type="fn" rid="n15">15</xref> Steht die Technik also im Dienste Gottes, ist sie gut und kann unhinterfragt wirksam sein &#8211; das Joram&#8217;sche Gl&#252;cksrad ist ja quasi die technische Manifestation von Gottes schicksalhafter Macht auf Erden, weswegen seine eigentlich technische Beschaffenheit auch in den Hintergrund treten bzw. ganz verschwinden kann. Wird Technik allerdings f&#252;r etwas B&#246;ses und gegen den christlichen Glauben funktionalisiert, schadet sie,<xref ref-type="fn" rid="n16">16</xref> und ihre Relation zum Menschen wird kritisch hinterfragt. Technik als existentielle Bedrohung wird im Roman dann mit der Allgegenw&#228;rtigkeit Gottes abgewehrt, der &#252;ber allem herrscht.<xref ref-type="fn" rid="n17">17</xref> Auch &#252;ber die Natur, weil das sich drehende Rad ja mit einem Wind gebannt wird und so die Natur der Technik gegen&#252;bertritt bzw. Natur Natur korrigiert, denn genauer hat ja der teuflische Herrscher Roaz die Natur missbraucht, indem er mit dem Wasserlauf den H&#246;llenautomaten antreibt; er steht f&#252;r den Typ Herrscher im h&#246;fischen Roman, den <xref ref-type="bibr" rid="B23">Udo Friedrich</xref> in seinem sehr differenzierten Beitrag zu mittelalterlichen Automaten charakterisiert (vgl. 92&#8211;99).<xref ref-type="fn" rid="n18">18</xref> Als Gegenpol fungiert im <italic>Wigalois</italic> Joram, f&#252;r den das Konzept des Gewalthabers, der als Konstrukteur von Maschinen in Konkurrenz zu Gott tritt, nicht greift. Vielmehr stellt sich ein dialektisches Verh&#228;ltnis ein, sind es eben die Natur bzw. das G&#246;ttliche, die bestimmend in das menschliche Leben eingreifen und so auch &#252;ber der Technik walten.</p>
<p>Die emotionale Besetzung der Schwertrad- und ebenfalls der gesamten Korntin-Sequenz l&#228;sst &#228;hnliche Schl&#252;sse zu. Die Wigalois dort begegnenden Gefahren sind f&#252;r die Figuren entsetzlich, &#228;u&#223;erst gef&#228;hrlich, ja lebensbedrohend. Das wird &#252;ber ihre spezifische Ausgestaltung, Kommentare von anderen Figuren (V. 4421&#8211;4426) oder dem Erz&#228;hler (V. 6461&#8211;6464) und Wigalois selbst, der manches Mal in Todesangst ger&#228;t (V. 4990 und V. 6927), evoziert. Es ist &#252;beraus h&#228;ufig von der (<italic>angestl&#238;chen</italic>) <italic>n&#244;t</italic> (V. 4997, V. 5016, V. 6463, V. 6861, V. 6974), der <italic>vreise</italic> (V. 6489, V. 6800, V. 6805) und der <italic>arbeit</italic> (V. 6984) die Rede, in der sich der Held befindet.<xref ref-type="fn" rid="n19">19</xref> Die Situationen werden in ihrer Bedrohlichkeit noch gesteigert, indem es eben nur die g&#246;ttlichen Wundergaben, Gebete, das Kreuzzeichen und Gottes Hilfe selbst sind, mit denen sie erfolgreich angegangen werden k&#246;nnen. Das zutiefst B&#246;se erregt Grauen und Schrecken und wird als existentielle Bedrohung empfunden, die nur mit dem Guten bew&#228;ltigt werden kann. Entsprechend haftet dem dunklen Wunderbaren eine substanzielle Angst vor ihm an, die m&#246;glicherweise daraus resultiert, dass es in einen Deutungszusammenhang christlicher Glaubensgewissheit integriert ist, der als wahrhaft m&#246;glich gedacht werden kann.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>2 Diu Cr&#244;ne</title>
<p>Die zentrale Stellung des Rades in der <italic>Cr&#244;ne</italic> ist in Verbindung mit der charakteristischen <italic>fortuna</italic>- bzw. <italic>s&#230;lde</italic>-Konzeption im Werk zu sehen, die zu den meistdiskutierten Themen in der <italic>Cr&#244;ne</italic>-Forschung z&#228;hlt. Die Begegnung des Helden Gawein mit dem personifizierten Gl&#252;ck, der Frau S&#230;lde, gilt hier allgemein als H&#246;hepunkt von Heinrichs Fortuna-Darstellung.<xref ref-type="fn" rid="n20">20</xref> Ihr ist im Text das Schicksalsrad als Gegenstand und Motiv beigegeben.</p>
<sec>
<title>2.1 Frau S&#230;ldes Rad</title>
<p>W&#228;hrend <xref ref-type="bibr" rid="B68">Wirnt von Grafenberg</xref> die Vollkommenheit seines Helden auf der einen Seite &#252;ber Gawein herleitet, hat <xref ref-type="bibr" rid="B34">Heinrich von dem T&#252;rlin</xref> diesen selbst zum Protagonisten seines Romans gemacht, den Musterritter <italic>par excellence</italic>, dem ohnehin rein gar nichts fehlgeht. Schon das ist einigerma&#223;en au&#223;ergew&#246;hnlich. Wie &#252;blich im Artusroman besteht die Hauptaufgabe des Helden darin, zahlreiche Avent&#252;ren erfolgreich zu meistern, um Ruhm und Anerkennung zu gewinnen. Auf seiner Avent&#252;refahrt kommt Gawein u. a. in das Reich der Frau S&#230;lde. Es liegt auf der Insel Ordohort, auf der ihm die pr&#228;chtige Edelsteinburg der S&#230;lde entgegenstrahlt. Als er in dem Palast durch eine T&#252;r tritt,</p>
<disp-quote>
<p>d&#226; saz in ir magenkraft</p>
<p>&#251;f einem rad h&#244;ch erhaben,</p>
<p>von gold geslagen und gegraben,</p>
<p>vrou S&#230;lde und daz Heil, ir kint.</p>
<p>von ir winster w&#226;te ein wint,</p>
<p>der daz rat umbe treib,</p>
<p>dar under sie doch beleip</p>
<p>an einer stat mit st&#230;te[.] (V. 15826&#8211;15833)</p>
<p>(sa&#223; da in ihrer Majest&#228;t, hoch erhoben auf einem aus Gold geschmiedeten, mit Einlegearbeiten verzierten Rad, Frau S&#230;lde und mit ihr ihr Kind, das Heil. Von ihrer linken Seite aus wehte ein Wind, der das Rad umtrieb, sie aber verharrte unterdes an ein und derselben Stelle.)</p>
</disp-quote>
<p>An dem Rad h&#228;ngt eine Schar M&#228;nner und Frauen, die je nach Stellung des Rades Gl&#252;ck oder Schaden erleidet (V. 15834&#8211;12848).</p>
<p>Gawein trifft in Ordohort auf das personifizierte Gl&#252;ck, was bedeutet, dass das Rad, auf dem die S&#230;lde sitzt, zweifelsohne nur als Fortuna-Rad gemeint sein kann. Das belegen gleicherma&#223;en die M&#228;nner und Frauen, die an dem Rad h&#228;ngen und die durch sein schnelles Umtreiben auf die eine und die andere Seite geschleudert werden. Im Gegensatz zum Joram-Rad aus dem <italic>Wigalois</italic> beschreibt die <italic>Cr&#244;ne</italic> hingegen auch, was das Umlaufen f&#252;r die Leute bedeutet. Die einen auf der linken Seite haben Schaden, die anderen auf der rechten Nutzen davon. Es ist ein &#8250;wirkliches&#8249; Fortuna-Rad, das den schicksalhaften Lauf des menschlichen Lebens als <italic>fortuna rotae</italic> symbolisiert, und kein Rad dauerhaften Gl&#252;cks. Hatte man im <italic>Wigalois</italic> den Eindruck, das Rad sei st&#228;ndig in Bewegung, wodurch das fortw&#228;hrende Gl&#252;ck des Helden trotz sich drehendem Schicksalsrad bildlich wiederum aufgel&#246;st ist, stellt sich durch die Permanenz doch gewisserma&#223;en ein Dauerzustand ein, macht Heinrich die Unbest&#228;ndigkeit des Schicksals deutlich. Wenn das Rad sich n&#228;mlich dreht (V. 15834) &#8211; was es folglich nicht immer tut &#8211; dann wechseln die an ihm h&#228;ngenden Menschen ihre Position (V. 15836), in der sie f&#252;r eine gewisse Zeit bleiben m&#252;ssen (V. 15839).</p>
<p>Das Wechselspiel von Gl&#252;ck und Pech hat seinen Grund in der spezifischen Beschaffenheit von S&#230;lde und Heil. Kleidung und K&#246;rper der beiden Gestalten sind rechts vollkommen sch&#246;n und pr&#228;chtig. Die linke Seite verbreitet dagegen Jammer und Schrecken; dort ist der Palast v&#246;llig fahl, und S&#230;lde und Heil sind alt, blind, schwarz und bleich und tragen armselige und zerrissene Kleider (V. 15853&#8211;15869). Die Gl&#252;cksg&#246;ttin und ihr Kind verk&#246;rpern die gute und die schlechte Seite des Lebens und &#252;bertragen diese als unbest&#228;ndiges Rad auf die daran h&#228;ngenden Menschen.</p>
<p>Das Rad in der <italic>Cr&#244;ne</italic> ist aus Gold gefertigt, mit Einlegearbeiten verziert und hoch im Saal angebracht. Werden bei Wirnt die Erbauer und Erschaffer der R&#228;der benannt, bleibt die genaue Herkunft des S&#230;lde-Rades im Unklaren. Schirmherrin des Gegenstandes ist aber unverkennbar Frau S&#230;lde, denn sie ist diejenige, die das Rad antreibt, und zwar mit einem <italic>wint</italic> (V. 15830), einer Naturmacht, die Gott im <italic>Wigalois</italic> schickt und damit die Gefahr des teuflischen Schwertrades bannt. Abermals ist ein nat&#252;rliches Element Antriebskraft, &#252;ber das hier Frau S&#230;lde herrscht (schlie&#223;lich hei&#223;t es ja im Text, dass der Wind nicht st&#228;ndig weht) und hinter das die Technik &#228;hnlich zu dem Joram-Rad vollst&#228;ndig zur&#252;cktritt. Gleichzeitig bestimmt die Gl&#252;cksg&#246;ttin mit dem Wind das Schicksal der M&#228;nner und Frauen am Rad und wird im Sinne der Fortuna-Tradition einer g&#246;ttlichen Allmacht angen&#228;hert, die so gleicherma&#223;en &#252;ber die Natur gebietet.</p>
<p>Als nun aber Gawein den Saal betritt, passiert etwas recht Erstaunliches: Das Rad bleibt stehen, Frau S&#230;lde wird &#252;berall sch&#246;n und strahlend und die Menschenschar singt ein Loblied auf den Ritter (V. 15870&#8211;15880). Gawein wird an dieser Stelle im Prinzip zum Beherrscher des Gl&#252;cks bzw. des menschlichen Lebens. Das sagt Frau S&#230;lde selbst explizit:</p>
<disp-quote>
<p>[&#187;]G&#226;wein, durch d&#238;n &#234;re</p>
<p>sol ir aller s&#234;re</p>
<p>durch dich s&#238;n vertriben.</p>
<p>ir keiner komt m&#234;r geschiben</p>
<p>an daz winster teil an dem rad,</p>
<p>wan ich sie ze m&#238;nen vr&#246;uden lad</p>
<p>[&#8230;] durch dich.[&#171;] (V. 15888&#8211;15892)</p>
<p>([&#187;]Gawein, durch dich, durch deine Ehre wird all ihr Leid zerstreut sein. Niemand von ihnen wird mehr zum linken Teil des Rades gedreht, denn um deinetwillen [&#8230;] lade ich sie zu meinen Freuden.[&#171;])</p>
</disp-quote>
<p>Die g&#246;ttliche Gl&#252;cksmacht wird kurzzeitig in den Helden hinein verlegt. Gleichzeitig wird dem Ritter die g&#246;ttliche Autorit&#228;t dann wieder genommen, wenn Frau S&#230;lde erkl&#228;rt, sie lade die dem Schicksal unterworfenen Menschen aufgrund von Gaweins Erscheinen zu ihren Freuden, ihm unmittelbar danach alles Gl&#252;ck schenkt, &#252;ber das sie verf&#252;gt, und ihm Sieg und Heil in allen Dingen dieser Welt zuspricht (V. 15895&#8211;15898).</p>
<p>Die Funktion des Rades, die Macht des Gl&#252;cks und die Schicksalsbestimmung &#252;ber den Menschen werden f&#252;r einen Moment durchl&#228;ssig und die Entit&#228;ten, die sie besitzen, scheinen merkw&#252;rdig ineinander zu verschwimmen. Die Befugnis, &#252;ber die Natur zu herrschen, wird br&#252;chig und changiert zwischen S&#230;lde und Gawein. Ein rein christliches Deutungsmuster ist nicht mehr gegeben. Nicht wenig erstaunlich ist es daher, dass sich die Diskussion zu dieser Szene haupts&#228;chlich um zwei Perspektiven dreht, deren Basis das Zusammenspiel von religi&#246;sen und s&#228;kularen Elementen bildet, gleichwohl sich die verschiedenen Interpretationen &#252;ber immer wieder festgestellte Inkonsistenzen zusammenf&#252;hren lassen. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die der Begegnung mit Frau S&#230;lde eine st&#228;rker allegorisch-religi&#246;s gepr&#228;gte Bedeutung bzw. Herkunft zusprechen und Gawein als Heilsbringer oder Erl&#246;sergestalt klassifizieren; diese Version des Helden und der Zustand andauernden Gl&#252;cks h&#228;tten jedoch nur im Reich der S&#230;lde Bestand und wiesen auf den Fatalismus des Artusreichs hin.<xref ref-type="fn" rid="n21">21</xref> Die andere Seite r&#228;umt dem Dichter eine weltlichere Sichtweise ein, die auf die Grundidee des Romans, als Korrekturentwurf zu Wolframs von Eschenbach <italic>Parzival</italic> das Ideal des Ritters vom alten Schlag bzw. Muster des traditionellen <italic>chevalier errant</italic> zur&#252;ck in die Gattung zu holen, abgestimmt sei.<xref ref-type="fn" rid="n22">22</xref> F&#252;r alle ergibt sich hingegen dasselbe Problem: Die auf diese Weise ver&#228;nderte Fortuna-Gestalt sei keine L&#246;sung f&#252;r die Konzeption als Antigralroman, ihr launischer und unbest&#228;ndiger Charakter gehe als Garant des Artusreichs und seiner Idee nicht auf und die Gl&#252;cksgarantie f&#252;r den ohnehin schon idealsten Ritter hebele sich selbst aus.<xref ref-type="fn" rid="n23">23</xref> <xref ref-type="bibr" rid="B1">Hartmut Bleumer</xref> fasst die beiden Sichtweisen konzis zusammen und stellt &#252;berzeugend fest:</p>
<disp-quote>
<p>Indem das Bild [d. i. das S&#230;lde-Bild; Einf&#252;gung HMH] aber einen Handlungsimpuls aussendet, ger&#228;t es in die N&#228;he einer Figur der epischen Welt und damit in Widerspruch zu den allegorischen Bestimmungen. Auf seiten des Helden ergibt sich das umgekehrte Problem. Wenn es Gawein gelingt, nach seinen Aventiuren in eine allegorische Sph&#228;re vorzusto&#223;en, erhebt sich zumindest die Frage, ob er dazu nicht selbst die Grenze zur Allegorie &#252;berschreiten m&#252;sste. Durch den Kontakt zwischen der <italic>S&#230;lde</italic> und dem Protagonisten vermischen sich die Ebenen, was der Begegnung ihren eigent&#252;mlich changierenden, fast vision&#228;ren Charakter verleiht (&#187;Die Cr&#244;ne&#171; 153).</p>
</disp-quote>
<p>Das Gl&#252;cksrad entzieht sich folglich einer konkret religi&#246;sen und s&#228;kularen Zuordnung, vielmehr sind, so ist anzunehmen, Verschleierung, Vermischung und Uneindeutigkeit Absicht bzw. nur oder gerade in ihrer Unerkl&#228;rlichkeit erkl&#228;rbar. So w&#228;re der Gegenstand nicht als wunderbar zu charakterisieren, sondern passender mit der Kategorie des Fantastischen zu fassen, die das religi&#246;se Sinngebungssystem in diesem Fall indifferent werden l&#228;sst.</p>
<p>Nun ist die S&#230;lde-Avent&#252;re ein Ereignis, das von zwei Passagen umschlossen ist: der in der Forschung sogenannten ersten und zweiten Wunderkette, die, so meine ich, mit dem hier angedeuteten Bruch, den Ambivalenzen und Uneindeutigkeiten zusammengebracht werden k&#246;nnen.</p>
</sec>
<sec>
<title>2.2 Erste und zweite Wunderkette</title>
<p>Die Ritter des Artushofs befinden sich auf dem Weg zu einem Turnier. Gawein ist emsig bem&#252;ht, als Erster vor Ort zu sein, um die erste Tjost zu stechen. In seinem ritterlichen &#220;bermut kommt er jedoch vom Weg ab und verliert seine Gef&#228;hrten. Eine wehklagende Frau, die einen toten Ritter an sich gelehnt hat, reitet an ihm vor&#252;ber. Gawein ist eifrig bestrebt, das Leid der Jungfrau in Erfahrung zu bringen, doch er schafft es nicht aufzuschlie&#223;en. Er folgt daher seinem alten Weg, der ihn &#252;ber Kampfger&#228;usche und erneute Klagerufe zu einer Schar Ritter f&#252;hrt, die allesamt einem Schwert und einer Lanze erliegen, die von unsichtbarer Hand gef&#252;hrt werden. Der Musterritter wundert sich, wie das vor sich gegangen sein mag, und er &#187;daz mit vl&#238;ze begert, / daz er die &#226;ventiure bejeit&#171; (&#187;war begierig danach, die Avent&#252;re zu erringen&#171;, V. 14088). Als er Schwert und Lanze nachreitet, sieht er hinter sich die erschlagene Schar Ritter in Feuer aufgehen. In seinem Verlangen best&#228;rkt, der Sache nachzugehen, hetzt Gawein der Avent&#252;re hinterher.</p>
<p>Auf seiner Jagd begegnen dem Musterritter nun mehrere merkw&#252;rdig schauderhaft-sch&#246;ne Avent&#252;ren: Ein gefesselter Riese, der von einem nackten M&#228;dchen an einem Seil gef&#252;hrt wird und dem die V&#246;gel das Fleisch vom K&#246;rper rei&#223;en, eine alte Frau mit prachtvoller Kleidung und gelblichen Feueraugen, die auf einem wundersamen Tier mit H&#246;rnern reitet und einen gefesselten Mohren mit sich f&#252;hrt, den sie mit einer Gei&#223;el schl&#228;gt, ein Ritter mit einem Schild und einer R&#252;stung schwarz wie Kohle, der einen abgeschlagenen Frauenkopf an den Z&#246;pfen in der Hand h&#228;lt und dem ein roter Ritter folgt, der den schwarzen beim besten Willen nicht einzuholen vermag, ein Riesenbauer, der schwarz wie Ru&#223; ist und mit einer Stahlkeule eine wundersch&#246;ne Kristallburg voller M&#228;dchen zerschl&#228;gt, diese zum Brennen bringt und die M&#228;dchen mit seinem Keulenstiel haufenweise ins Feuer schiebt, und ein J&#252;ngling mit einem Pfeil im Auge, der einer toten Jungfrau in einem Bett auf einer herrlichen Rosenwiese, die einen toten Zwerg im Arm h&#228;lt, mit einem F&#228;cher Luft zuwedelt, die brennt wie Feuer (V. 14122&#8211;14406).</p>
<p>Die Bilderserie gleicht einem grausamen Todeskabinett (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B71">Wyss 271&#8211;278</xref>), in dem sich desgleichen Merkmale herrlicher Sch&#246;nheit wiederfinden. Das Motiv des Feuers sticht darin als t&#246;dliches Naturelement hervor, indem es oftmals Ursache f&#252;r den Tod ist bzw. symbolisch f&#252;r diesen steht.<xref ref-type="fn" rid="n24">24</xref> &#220;ber das Zusammenwirken von Sch&#246;nheit, Tod und Feuer erhalten die Bilder eine merkw&#252;rdig faszinierend-schaurige Aura, die dadurch verst&#228;rkt wird, dass die Szenen wie ein grotesker Horrorstreifen an Gawein vorbeilaufen und unerkl&#228;rt bleiben; nicht nur f&#252;r Gawein, sondern auch f&#252;r die H&#246;rer*innen (bzw. Leser*innen) werfen sie vielerlei Fragen auf. Das geschieht aber auch deshalb, weil Gawein unentwegt der Schwert-und-Lanze-Avent&#252;re nachjagt, von der er st&#228;ndig Angst hat, sie zu verlieren (V. 14145&#8211;14148, V. 14190&#8211;14192, V. 14323&#8211;143281, V. 14403 f.). Zugleich wird der Musterritter indes mit diesen zahlreichen anderen Avent&#252;ren konfrontiert, von denen er sich aufgrund seines eigens gesetzten S&#228;umnisverbots keiner einzigen annimmt bzw. annehmen kann, ohne dass ihm Schwert und Lanze abgehen. Das Rittergesetz, Ruhm und Anerkennung durch Avent&#252;re zu erlangen, spielt sich hier im Prinzip selbst aus und bekommt einen Riss. Dies wird &#252;ber den Quasi-Doppelcharakter der Bilder gest&#252;tzt: W&#228;hrend die Situationen f&#252;r die beteiligten Figuren die gr&#246;&#223;te Gefahr darstellen (k&#246;nnen), ist der Musterritter vom Gefahrenmoment v&#246;llig unber&#252;hrt. Blo&#223; &#8250;k&#246;nnen&#8249; auch deshalb, weil durch den eher erstarrt bildhaften Charakter der Szenen die Bedrohlichkeit in gewisser Weise mit eingefroren wird und nur im Bild, nicht aber als aktiv wirkendes Hindernis Angst erzeugt. Dadurch, durch die fehlende Furcht des Helden und durch die Mischung aus Sch&#246;nem und Schaurigem, tritt ein Gef&#252;hl von Angst eher in den Hintergrund. Obgleich die Begebenheiten eigentlich Gr&#228;ssliches beschreiben, werden sie im Text &#252;berdies und interessanterweise als <italic>r&#238;ch(en) &#226;ventiure</italic> (V. 14429 und V. 14671) bezeichnet. Die einzige Angst, die Gawein hat, ist, in der Schwert-und-Lanze-Avent&#252;re keinen Ruhm erringen zu k&#246;nnen. Als bester aller Ritter, der auf so viele Avent&#252;ren nicht reagiert bzw. aufgrund einer anderen, der er hinterherl&#228;uft, nicht reagieren kann/will, wirkt die Szenerie sogar komisch. Denn alles Hinterherjagen und Zur&#252;cklassen hat dem Ritter letzten Endes nichts gebracht, da Schwert und Lanze &#252;ber einen Fluss verschwinden, in dem Gawein fast ertrinkt, und man fragt sich, wof&#252;r dann die Schreckensszenen &#252;berhaupt gut waren. Nicht ein ritterlicher Zweikampf, sondern die Natur, also das Wasser wird an dieser Stelle zu Gaweins Gefahr &#8211; wenngleich ihm das Feuer nichts anhaben konnte!? Das setzt sich in der zweiten Wunderkette in gesteigerter Weise fort.</p>
<p>Gawein wird nach seiner Begegnung mit Frau S&#230;lde von dem Burgherrn Aanzim von Amontsus zu einem Wald geleitet. Bevor der Musterritter dem Weg durch das Geh&#246;lz folgt, gebietet ihm Aanzim, er solle auf nichts, was hinter ihm geschehe, achtgeben, und er solle sich in keinerlei ritterliches Spiel verwickeln lassen (V. 15980&#8211;15995) &#8211; obgleich der Musterritter doch vorher noch von Frau S&#230;lde stetiges Gl&#252;ck verliehen bekommen hat!? Als dann Gawein seinen Weg durch den Wald nimmt, passieren tats&#228;chlich die ungeheuerlichsten Dinge. Das Ge&#228;st beginnt zu bersten und mit gro&#223;em L&#228;rm niederzukrachen (V. 16019&#8211;16013), gleichzeitig erhebt sich ein Gewitter- und Hagelschauer, &#187;der was als&#244; s&#251;re, / daz er sneit und brant / bediu holz und steinwand&#171; (&#187;der so heftig war, dass er Holz und Steinw&#228;nde zerschnitt und verbrannte&#171;, V. 16016 ff.). Darauf prasselt ein Regen auf den Ritter nieder, durch den er in gro&#223;e Not ger&#228;t, (V. 10623 f.), denn</p>
<disp-quote>
<p>von nat&#251;re der regen wiel</p>
<p>und brant s&#244; ungehiure,</p>
<p>als ob er von starkem viure</p>
<p>mit vl&#238;ze w&#230;re erwellet. (V. 16025&#8211;16028)</p>
<p>(der Regen kochte von Natur aus und brannte so schrecklich, als ob er durch ein starkes Feuer absichtlich zum Sieden gebracht worden w&#228;re.)</p>
</disp-quote>
<p>Es folgt ein Felssturz von gro&#223;en und kleinen Gesteinsbrocken, die, von einer Flamme umgeben, au&#223;ergew&#246;hnlich gl&#252;hen, hell leuchten &#187;als ein masse &#238;sen&#238;n, / diu &#251;z der esse wirt gezogen&#171; (&#187;wie ein Klumpen Eisen, der aus der Esse gezogen wird&#171;, V. 16037 f.) und alles in Brand setzen, was sie ber&#252;hren (V. 16040). H&#228;tte Gawein nicht unter dem Schutz des Gl&#252;cks gestanden, w&#228;re es ihm schlecht ergangen (V. 16041 f.). Schlie&#223;lich beginnt es zu schneien: &#187;dem was, als von bl&#238;en / die vlocken alle w&#230;ren&#171; (&#187;die Flocken waren wie Blei&#171;, V. 16045 f.) und setzen Gawein hart zu; sie zerschlagen seinen Harnisch und verbl&#228;uen ihn selbst (V. 16047&#8211;16050).</p>
<p>Pl&#246;tzlich h&#246;rt er hinter sich einen Ritter schreien, der von ihm eine Tjost fordert. Das Kampfverbot von Aanzim beachtend, setzt Gawein indessen seinen Weg fort, w&#228;hrend der Ritter ihn weiter best&#252;rmt. Ein weinendes M&#228;dchen mit zerrissenem Gewand kommt auf den Helden zu. Sie h&#228;lt das Haupt eines erschlagenen Ritters in der Hand und appelliert an Gaweins ritterliches Ansehen, ihren Freund zu r&#228;chen. Doch der Musterritter reitet unbeirrt weiter, obgleich sowohl der Ritter als auch das M&#228;dchen ihm weiter zusetzen und ihn einen Feigling schimpfen. Donner und Sturm werden so heftig, dass Gawein H&#246;ren und Sehen vergehen, und Ritter und M&#228;dchen verschwinden. Als sich das Get&#246;se legt, begegnet ihm ein n&#228;chster Ritter, der wiederum einen Zweikampf von Gawein verlangt. Und so geht es weiter. Unwetter und Versuchungen zum Kampf wechseln sich ab.</p>
<p>Erneut bedeuten die Aufforderungen zum ritterlichen Kampf keine wirkliche Gefahr f&#252;r den Ritter, vielmehr wird hier das Wetter, also die Natur zur existentiellen Bedrohung des Helden, die wie eine g&#246;ttliche, aber in diesem Fall unkontrollierbare, man m&#246;chte gar meinen unzivilisierte Macht &#252;ber ihn hereinbricht.<xref ref-type="fn" rid="n25">25</xref> Gawein nimmt nur keinen Schaden durch sie, weil er unter dem Schutz der S&#230;lde steht, die sich aber ja zuvor noch als quasi Herrscherin &#252;ber die Natur entpuppt hatte, so wie ja auch kurze Zeit Gawein selbst. Wie kann ihm das Wetter &#252;berhaupt etwas anhaben, wenn ihm ferner von der Gl&#252;cksg&#246;ttin alles Gl&#252;ck der Welt gegeben worden ist? Und welche Instanz herrscht hier eigentlich &#252;ber das menschliche Schicksal &#8211; ist es <italic>Vrou S&#230;ld</italic> oder <italic>Vrou Nature</italic>? Aber es ist nicht blo&#223; Natur, die ihr Unwesen treibt, sondern technisch &#252;berformte Natur, die gl&#252;ht, hei&#223;, wie siedendes Wasser ist, und Klumpen von Eisen und Blei gleicht.<xref ref-type="fn" rid="n26">26</xref> Ulrich Wyss beurteilt diese Verkn&#252;pfung als Ertragen-M&#252;ssen der Natur in Analogie zu einer Verneinung des Sozialen; Gaweins Passivit&#228;t ist f&#252;r ihn das &#187;Preisgeben ritterlicher Illusionen&#171; (282; so auch <xref ref-type="bibr" rid="B49">Meyer, &#187;Verf&#252;gbarkeit&#171; 135</xref>), das wiederum die problematische Stellung der Fortuna im Roman aufzeige, gegen&#252;ber deren Macht der Dichter tiefgreifende Zweifel h&#228;tte. Letzten Endes sei die Gl&#252;cksg&#246;ttin nicht die Lenkerin des Weltgeschehens, sondern eine Gewalt unter anderen. Mannigfache Ambivalenzen tr&#228;ten dem bislang rein positiven Artusbild gegen&#252;ber und lie&#223;en das klassische Artusprogramm br&#252;chig werden, welches auf diese Weise in ein Moment der Krisenhaftigkeit st&#252;rze. H&#246;fische Normen und Werte und das arthurische (Ritter-)Ideal w&#252;rden auf mehreren Ebenen infrage und dessen normative Verbindlichkeiten zur Disposition gestellt.<xref ref-type="fn" rid="n27">27</xref></p>
<p>Dem nicht unbedingt widersprechend, bef&#252;rworte ich, wie einige andere, eine eher humoristische Lesart,<xref ref-type="fn" rid="n28">28</xref> denn in beiden Wunderketten kann der Musterritter gerade diesem seinem Wesenszug also nicht nachkommen, da er in der ersten vor lauter Avent&#252;ren die Avent&#252;re nicht mehr sieht und in der zweiten einem Kampfverbot standhalten muss, obwohl er sich quasi beide Male in einem avent&#252;rischen Ritterparadies befindet. Stattdessen wird in der letzten Sequenz das Wetter zur lebensbedrohlichen Macht, das einen eigent&#252;mlichen Doppelcharakter erh&#228;lt: es ist quasi (&#252;ber)nat&#252;rlich-g&#246;ttliche Kraft, die durch seine technische &#220;berformung indes zugleich entnaturalisiert und menschlicher Arbeit angen&#228;hert wird &#8211; das ist auch insofern bemerkenswert, als f&#252;r das 13. Jahrhundert u. a. ein Wetter-Automat belegt ist, mit dem versucht wird, diese Form von Natur technisch nachzuahmen.<xref ref-type="fn" rid="n29">29</xref> Kann aber der beste aller Ritter seinem Ritter-Dasein nicht nachkommen, spielt sich dessen Sinn selbst aus und wird als idealisierter Zwang ritterlichen Lebens entlarvt. Die Avent&#252;rehaftigkeit der Gattung und Exemplarit&#228;t ritterlichen Handelns geraten aus den Fugen. Natur und Technik scheinen &#252;berdies seltsam vertauscht, gerade auch noch einmal in Hinblick auf das (Gl&#252;cks-)Rad, &#252;ber das Gawein f&#252;r einen Moment irrationalerweise zum Herrscher aufgeschwungen wird. Wird er anstelle der Frau S&#230;lde dann nicht kurzzeitig zum Garanten der Artuswelt? Irgendwie scheinen die Verh&#228;ltnisse verkehrt, aber genau erkl&#228;ren kann man sie nicht. Figuren und deren (gesellschaftliche) Verantwortungsbereiche verschwimmen, &#252;berlagern sich und flie&#223;en ineinander &#252;ber.</p>
<p>Die Bilder der Wunderketten wirken grauenerweckend, gekoppelt mit Gaweins furchtlosem Verhalten gar grotesk. Sie zeichnen sich durch Mehrdeutigkeiten und Ambiguit&#228;ten aus. Und auch die Einkehr bei Frau S&#230;lde mit dem Stillstand des Rades, die einen fast drolligen Eindruck erweckt, l&#228;sst sich nicht eindeutig aufl&#246;sen, da das (Gl&#252;cks-)Rad und die Gl&#252;cksg&#246;ttin ihre exakte Zuordnung verlieren. Die Sequenzen kreieren eine grausam-komische Stimmung, rufen Unschl&#252;ssigkeit hervor und lassen einen &#8250;Riss&#8249; in der gewohnten Ordnung erkennen, hinter dem eine zweite Welt sichtbar wird, die sich einer eindeutigen Erkl&#228;rung entzieht, so dass man hier durchaus von fantastischen Erz&#228;hlelementen sprechen kann.<xref ref-type="fn" rid="n30">30</xref> V&#246;llig zu Recht hat die Forschung demgem&#228;&#223; die Wunderketten bzw. die <italic>Cr&#244;ne</italic> auch als fantastisch bestimmt.<xref ref-type="fn" rid="n31">31</xref></p>
<p>Beiden hier analysierten Romanen ist, um ein abschlie&#223;endes Fazit zu formulieren, eine eigent&#252;mliche Atmosph&#228;re des Grauens eigen, die sich im einen Fall als negativ wunderbar, im anderen als fantastisch kennzeichnen l&#228;sst. Im Unterschied zum Fantastischen, das die geschilderten Ph&#228;nomene unbegreiflich bleiben l&#228;sst und bisher geltende Ordnungssysteme aushebelt und unterl&#228;uft, erhalten diese als Wunderbares einen konkreten, im vorliegenden Fall religi&#246;sen Sinn- und Bedeutungszusammenhang. Im Wunderbaren wie im Fantastischen realisieren sich dahin gehend unterschiedliche Formen und Funktionen von Angst, die zu einer weiteren Differenzierung der beiden Kategorien beitragen. Im <italic>Wigalois</italic> ist Angst ein die Situationen und den Helden bestimmendes Gef&#252;hl, das aus der Furcht vor dem teuflisch B&#246;sen resultiert und in einem dialektischen Verh&#228;ltnis zum g&#246;ttlich Guten steht. Das b&#246;se Wunderbare wird als substanzielle Bedrohung empfunden, die sich daraus generiert, dass es in einen Deutungszusammenhang christlicher Glaubensgewissheit integriert ist, dem immer noch etwas wahrhaft M&#246;gliches anhaftet. Dagegen herrscht in der <italic>Cr&#244;ne</italic> eine erstarrte Angst vor, die ins Bild verbannt ist und Angst blo&#223; als Bild hervorruft. Angst als existentielle Empfindung tritt so eher in den Hintergrund und bel&#228;sst das Geschehen gerade dadurch auch in einer fantastischen Uneindeutig- und Unerkl&#228;rbarkeit. Eine grausame Komik entsteht, welche die Avent&#252;rehaftigkeit der Gattung und Exemplarit&#228;t ritterlichen Handelns kritisch hinterfragt und unter anderem auch christliche Deutungsmuster ins Wanken geraten l&#228;sst. In der fantastischen Technik werden so die Ambivalenzen dieser Verh&#228;ltnisse sichtbar. Zu &#252;berpr&#252;fen w&#228;re nun, ob sich diese unterschiedlichen Formen von Angst auch in anderen Erz&#228;hlungen oder Gattungen der Vormoderne wiederfinden und in welche Erkl&#228;rungszusammenh&#228;nge sie dort gestellt werden. Ebenfalls w&#228;ren sie im Kontext moderner Formen von Angst zu analysieren.</p>
</sec>
</sec>
</body>
<back>
<sec>
<title>Autorin</title>
<p><xref ref-type="bibr" rid="B28">Hanna-Myriam H&#228;ger</xref>, Wissenschaftliche Koordinatorin am DFG-Graduiertenkolleg 1767 <italic>Faktuales und fiktionales Erz&#228;hlen</italic> an der Albert-Ludwigs-Universit&#228;t Freiburg; Studium, Forschung und Lehre an den Universit&#228;ten Wuppertal und Trier; 2017 Promotion in &#196;lterer Deutscher Philologie; Autorin von <italic>Fiktionalit&#228;t trans- und intermedial &#8211; Arthurische M&#246;glichkeitsr&#228;ume in Mittelalter und Moderne</italic> (Wiesbaden: Reichert, 2019).</p>
</sec>
<sec>
<title>Konkurrierende Interessen</title>
<p>Die Autor hat keine konkurrierenden Interessen zu erkl&#228;ren.</p>
</sec>
<fn-group>
<fn id="n1"><p>Todorov und Durst verfolgen einen minimalistischen Ansatz, der Fantastik im Mittelalter ausschlie&#223;t. Brittnacher untersucht erstmals Darstellungen elementarer Angst und deren Wirkungen. Diese &#8250;fantastische&#8249; Angst tr&#228;gt aber auch f&#252;r ihn unverkennbar das Zeichen der Moderne.</p></fn>
<fn id="n2"><p>Die vornehmlich h&#246;fische Pr&#228;gung der beiden Figuren und ebenfalls des Joram-Reichs konstatiert auch <xref ref-type="bibr" rid="B61">Neil Thomas</xref> (36&#8211;41). Dass Florie keine Z&#252;ge einer Fee mehr eigen sind, zeigen <xref ref-type="bibr" rid="B52">Katharina Philipowski</xref> und Bj&#246;rn Reich (bes. 139) sowie Jutta Eming, die immer noch Versatzst&#252;cke eines Feenreichs erkennt, den Ort aufgrund seiner stark h&#246;fisierten Ausgestaltung jedoch auf einer Schwundstufe ansiedelt (siehe &#187;Funktionswandel&#171; 151&#8211;154).</p></fn>
<fn id="n3"><p>So in etwa auch Ulrich Ernst, wenn er sagt: &#187;Unverkennbar wird jedoch die Schilderung der Mechanik heraldisiert&#171; (&#187;Zauber&#171; 156).</p></fn>
<fn id="n4"><p>In dieser Weise deutet auch Jaeger die beiden Erschaffer des Rades (232).</p></fn>
<fn id="n5"><p>Gl&#252;cks- bzw. Schicksalsrad stehen in der Tradition des <italic>fortuna</italic>-Rades, das seine Wurzeln in der Antike hat. Dort ist es das Symbol der G&#246;ttin Fortuna und bedeutet die Willk&#252;r und Wankelm&#252;tigkeit, mit der die Gl&#252;cksg&#246;ttin &#252;ber das Leben des Menschen herrscht. Das Motiv erlebt im Mittelalter eine gewisse Konjunktur, doch wird es hier in den Dienst des christlichen Glaubens gestellt und symbolisiert den wechselhaften Lebenslauf des Menschen und dessen unbest&#228;ndiges Schicksal, allerdings als Folge von Gottes Wirken; Fortuna ist, wenn sie dann <italic>in persona</italic> auftritt, zum Werkzeug Gottes umfunktioniert (vgl. zur Fortuna-Tradition und dem Motiv des Rades im Mittelalter <xref ref-type="bibr" rid="B54">Sanders</xref> bes. 12&#8211;32; <xref ref-type="bibr" rid="B9">de Boor 311&#8211;320</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B27">G&#252;rttler 212&#8211;225</xref>; Schouwink bes. 16&#8211;49; Mentzel-Reuters 56&#8211;71; <xref ref-type="bibr" rid="B53">Radding</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B32">Haug, &#187;O Fortuna&#171; 1&#8211;12</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B51">Meyer-Landrut</xref>).</p></fn>
<fn id="n6"><p>Siehe grunds&#228;tzlich zu dieser Tradition <xref ref-type="bibr" rid="B54">Sanders</xref> (22&#8211;29), <xref ref-type="bibr" rid="B51">Meyer-Landrut</xref> (102 ff.) und Schouwink (100&#8211;104) (Er bringt das stete Gl&#252;ck noch zus&#228;tzlich mit der Tugendsteinprobe in Verbindung). Noch j&#252;ngst hat Pia <xref ref-type="bibr" rid="B59">Selmayr</xref> das Rad als Zeichen f&#252;r Wigalois&#8217; <italic>felicitas</italic> gewertet und es als roten Faden in der Erz&#228;hlung beschrieben (111 f.).</p></fn>
<fn id="n7"><p>Diese Verbindung findet sich im Prinzip schon bei Jaeger, der sie allerdings an der vielfach diskutierten Trennung der beiden Bezeichnungen <italic>gel&#252;ckes rat</italic> und <italic>s&#230;lde</italic> festmacht (233).</p></fn>
<fn id="n8"><p>Vgl. zur Pr&#228;determination des Helden grundlegend <xref ref-type="bibr" rid="B55">Schie&#223;l</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B56">Schiewer</xref>, W&#252;stemann und <xref ref-type="bibr" rid="B24">Fuchs</xref>; siehe auch <xref ref-type="bibr" rid="B33">Haug, &#187;Poesie&#171; 209</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B41">Kern, &#187;Auseinandersetzung&#171; 78 ff</xref>. und <xref ref-type="bibr" rid="B67">Wennerhold 118 f</xref>.</p></fn>
<fn id="n9"><p>Das ist sp&#228;testens mit der Gattungsentwicklung zum sp&#228;ten Artusroman und der der Entwicklung eigenen Krisenlosigkeit des Helden klar; siehe zur fehlenden Krise u. a. <xref ref-type="bibr" rid="B31">Haug, &#187;Literaturtheorie&#171; 273 f. und 287</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B29">Haug, &#187;Poesie&#171; 210</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B2">Bleumer, &#187;Fiktion&#171; 88</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B7">Cormeau, &#187;Wigalois&#171; 59</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B55">Schie&#223;l 5 und 65</xref>. Ich habe das andernorts an der grunds&#228;tzlichen Perfektion und Unbesiegbarkeit des arthurischen Helden aufzuzeigen versucht (siehe H&#228;ger 213 f., 274 f. und 282).</p></fn>
<fn id="n10"><p>Vgl. dazu ebenso <xref ref-type="bibr" rid="B5">Brown</xref> (71&#8211;78), der u. a. auch die christliche Konnotation des Rades noch einmal betont, W&#252;stemann, die ebenfalls auf die doppelte Referenzebene des Rad-Motivs aufmerksam macht (64 ff), sowie Jaeger (234 f.).</p></fn>
<fn id="n11"><p><xref ref-type="bibr" rid="B45">Sandra Linden</xref> zeigt in ihrem Aufsatz, wie die Hilfsmittel im Roman dazu funktionalisiert werden, die Idealit&#228;t des Helden zu markieren (bes. 228). <xref ref-type="bibr" rid="B10">Cora Dietl</xref> deutet die Hilfsmittel des Helden im Sinne der hier angestellten Interpretation denn auch als komplement&#228;re Struktur von teuflischem Zauber und g&#246;ttlichem Gegenzauber (bes. 304); sie merkt ebenfalls an, dass Wirnt den Begriff <italic>zouber</italic> stets in Zusammenhang mit der Wirkkraft des Teufels gebraucht (303).</p></fn>
<fn id="n12"><p>Das erw&#228;hnt auch Jaeger in Bezug auf den Antrieb des Rades (293 f.). Ebenso hat schon <xref ref-type="bibr" rid="B60">Merriam Sherwood</xref> in ihrer Forschungsarbeit zu Magie und Technik in mittelalterlicher Literatur darauf aufmerksam gemacht, dass viele der daraus bekannten Automaten durch Naturph&#228;nomene in Betrieb gesetzt werden (569).</p></fn>
<fn id="n13"><p>Auf die Komik der Situation hat Eming hingewiesen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B14">&#187;Funktionswandel&#171; 204</xref>).</p></fn>
<fn id="n14"><p>So deutet es im Prinzip auch schon Haug, wenn er sagt, dass sich im <italic>Wigalois</italic> alles allegorisch aufl&#246;se (&#187;Das Fantastische&#171; 146).</p></fn>
<fn id="n15"><p>Auch Lohbeck interpretiert das Schwertrad als Zeichen von Roaz&#8217; Herrschaftsmissbrauch durch dessen d&#228;monisches Handeln (80 ff.). Sie betont ebenfalls seine spiegelbildliche Gegen&#252;berstellung zum Joram-Rad, obwohl ich ihr nicht zustimme, wenn sie in beiden Verweisfeldern &#187;eine jeweils anders begr&#252;ndete gesellschaftliche Isolation&#171; (82) sieht. F&#252;r <xref ref-type="bibr" rid="B57">Wilfried Schouwink</xref> meint der Stillstand des Teufelsrades nach bestandener Avent&#252;re das stete Gl&#252;ck des Helden, das sich im Joram-Rad versinnbildlicht (vgl. 103 f.).</p></fn>
<fn id="n16"><p>Lohbeck gibt folgende aufschlussreiche Interpretation: Roaz &#187;hat das Schwert, welches nur personal und in der Ausf&#252;hrung der <italic>arebeit</italic> gebraucht werden darf, dinglich &#8250;mechanisiert&#8249;, um seine Herrschaft zu sichern. Die Verweisstruktur enth&#252;llt den Herrschaftsmi&#223;brauch von Roaz und zeigt die Verbindung der ritterlichen Welt mit den Kr&#228;ften des B&#246;sen&#171; (81). Auch Christoph Fasbender gibt einen Hinweis auf Maschinen als Herrschaftssymbole, die mit einer christlichen Bedeutungsebene verkn&#252;pft sind (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B19">&#187;Nachbildung&#171; 64</xref>).</p></fn>
<fn id="n17"><p>Ulrich Ernst bezeichnet es als &#187;Technisierung der arthurischen Gegenwelt&#171; (&#187;Zauber&#171; 140), in der ja die Existenz des Ritters unaufh&#246;rlich auf die Probe gestellt wird, die jedoch letztlich trotz technischer &#220;berlegenheit der d&#228;monischen Avent&#252;rewelt zugunsten des Helden ausgeht (siehe auch 75).</p></fn>
<fn id="n18"><p>Er deutet Automaten im h&#246;fischen Roman &#252;berwiegend als Herrschaft &#252;ber die und Domestizierung der Natur und somit Standesattribut mittelalterlicher Herrscher, geht indes nicht auf das Beispiel des Rades im <italic>Wigalois</italic> ein. Zur Verbindung von Technik und Natur siehe ebenfalls <xref ref-type="bibr" rid="B20">Fasbender &#187;Nachbildung&#171; bes. 57 f.</xref> (hier mit Fokus auf technischen Apparaten, die die Natur nachahmen).</p></fn>
<fn id="n19"><p><xref ref-type="bibr" rid="B25">Annette Gerok-Reiters</xref> Beobachtung, dass die Helden in der mittelalterlichen Literatur vornehmlich ohne Angst sind (siehe bes. 129 f.), gilt f&#252;r den <italic>Wigalois</italic> demnach nicht.</p></fn>
<fn id="n20"><p>Siehe dazu u. a. de Boor; <xref ref-type="bibr" rid="B27">G&#252;rttler 212&#8211;225</xref>; Ebenbauer; <xref ref-type="bibr" rid="B43">Knapp, &#187;Virtus&#171;; Jillings 197 ff.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B65">Wallbank, &#187;K&#246;nig Artus&#171;</xref>; Huber 370&#8211;373; Mentzel-Reuters bes. 230&#8211;243; <xref ref-type="bibr" rid="B49">Meyer, &#187;Verf&#252;gbarkeit&#171; 127&#8211;132</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B8">Cormeau, &#187;Fortuna&#171;</xref> bes. 24&#8211;27 und 32 f.; <xref ref-type="bibr" rid="B42">Kern, &#187;Bewu&#223;tmachen&#171; 202&#8211;210</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B67">Wennerhold 223&#8211;230</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B21">Felder 42&#8211;45</xref> und 429&#8211;432.</p></fn>
<fn id="n21"><p>Siehe dazu <xref ref-type="bibr" rid="B9">de Boor 328</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B27">G&#252;rttler 220&#8211;223</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B13">Ebenbauer 36&#8211;40</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B65">Wallbank, &#187;K&#246;nig Artus&#171;</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B63">Wagner-Harken 353&#8211;363</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B49">Meyer, &#187;Verf&#252;gbarkeit&#171; 128 f. und 131</xref>.</p></fn>
<fn id="n22"><p>Siehe <xref ref-type="bibr" rid="B43">Knapp, &#187;Virtus&#171; bes. 263</xref>; Jillings 90 f. und 196 f.; Mentzel-Reuters 234 ff.; <xref ref-type="bibr" rid="B8">Cormeau, &#187;Fortuna&#171; 32 f</xref>.</p></fn>
<fn id="n23"><p>Siehe neben den vorigen Hinweisen dazu auch <xref ref-type="bibr" rid="B39">Johannes Keller</xref> (&#187;Diu Cr&#244;ne&#171; 168&#8211;177) &#8211; das Rad bedeutet f&#252;r ihn nichts anderes als die Ambivalenz der Gl&#252;cksg&#246;ttin (vgl. 175 ff.). <xref ref-type="bibr" rid="B57">Wilfried Schouwink</xref> erkennt dagegen keinen Widerspruch. Er sieht im Stillstand des Rades das Dauerhafte Gl&#252;ck Gaweins. Deshalb kann dem Helden als &#187;strukturelle Konsequenz aus der Garantie immerw&#228;hrenden Gl&#252;cks&#171; (109) auch ein Anti-Avent&#252;reweg in der zweiten Wunderkette auferlegt werden (109); siehe dazu ebenfalls das n&#228;chste Kapitel.</p></fn>
<fn id="n24"><p>Das Motiv des Feuers betonen auch Ulrich Wyss (<xref ref-type="bibr" rid="B71">291</xref>) sowie <xref ref-type="bibr" rid="B50">Matthias Meyer</xref> (&#187;Feuer- und Wasserwelten&#171; 114).</p></fn>
<fn id="n25"><p>So &#228;hnlich auch bei <xref ref-type="bibr" rid="B47">Arno Mentzel-Reuters</xref>, der die Natur in der <italic>Cr&#244;ne</italic> letztlich immer noch von den Romanfiguren beherrscht sieht (vgl. 245). Als g&#246;ttliche Macht interpretiert auch <xref ref-type="bibr" rid="B38">Lewis Jillings</xref> die Natur; er vergleicht sie mit der S&#230;lde im Roman (siehe 202).</p></fn>
<fn id="n26"><p><xref ref-type="bibr" rid="B36">Christoph Huber</xref> merkt an, dass die <italic>nature</italic> eben gerade keinen &#8250;nat&#252;rlichen&#8249; Regen auf Gawein niederprasseln l&#228;sst und betont die &#187;zwielichtigen Akzentuierungen&#171; (373) von Frau S&#230;lde und Frau Natur, die er als quasi-g&#246;ttliche Lenkungsinstanzen begreift.</p></fn>
<fn id="n27"><p>Siehe dazu u. a. <xref ref-type="bibr" rid="B71">Wyss bes. 282 f.</xref>; Ebenbauer; Mentzel-Reuters; <xref ref-type="bibr" rid="B44">Knapp, &#187;Chevalier errant&#171; 52</xref>.</p></fn>
<fn id="n28"><p>So u. a. Jillings, Bleumer, &#187;Die Cr&#244;ne&#171; und <xref ref-type="bibr" rid="B64">Wallbank, &#187;Composition&#171;</xref>; vgl. auch H&#228;ger 293&#8211;296 mit weiteren Literaturhinweisen.</p></fn>
<fn id="n29"><p>Der Unwetter simulierende Automat im Palast des Grafen von Artois in Hesdin aus dem Ende des 13. Jahrhunderts (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B15">Eming, &#187;Maschinen&#171; 36</xref>).</p></fn>
<fn id="n30"><p>Auf den Zusammenhang von Komik und Fantastik haben insbesondere schon <xref ref-type="bibr" rid="B30">Walter Haug</xref> und Jutta Eming aufmerksam gemacht (vgl. Haug &#187;Wende&#171; und <xref ref-type="bibr" rid="B15">Eming, &#187;Mittelalter&#171; 17</xref>).</p></fn>
<fn id="n31"><p>Vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B31">Haug, &#187;Literaturtheorie&#171; 214 und 227</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B30">Haug, &#187;Das Fantastische&#171; 145 f.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B29">Haug, &#187;Poesie&#171; 266 f.</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B40">Keller, &#187;Wunderketten&#171; 235&#8211;244 und 248</xref>.</p></fn>
</fn-group>
<ref-list>
<title>Zitierte Werke</title>
<ref id="B1"><label>1</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Bleumer</surname>, <given-names>Hartmut</given-names></string-name>. <source>Die &#8250;Cr&#244;ne&#8249; Heinrichs von dem T&#252;rlin: Form-Erfahrung und Konzeption eines sp&#228;ten Artusromans</source>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>1997</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B2"><label>2</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Bleumer</surname>, <given-names>Hartmut</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Von der Fiktion zur Immersion: Narrative Semantik und &#228;sthetische Erfahrung im &#8218;Wigalois&#8217; des Wirnt von Grafenberg&#171;</chapter-title>. <source>Fiktionalit&#228;t im Artusroman des 13. bis 15. Jahrhunderts: Romanistische und germanistische Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Martin</given-names> <surname>Przybilski</surname></string-name> und <string-name><given-names>Nikolaus</given-names> <surname>Ruge</surname></string-name>. <year>2013</year>. <fpage>82</fpage>&#8211;<lpage>105</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B3"><label>3</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Brinker</surname>, <given-names>Claudia</given-names></string-name>. <article-title>&#187;&#187;Hie ist diu aventiure geholt!&#171; Die Jenseitsreise im <italic>Wigalois</italic> des Wirnt von Grafenberg: Kreuzzugspropaganda und unterhaltsame Glaubenslehre?&#171;</article-title>. <source>Contemplata aliis tradere: Studien zum Verh&#228;ltnis von Literatur und Spiritualit&#228;t</source>. Festschrift f&#252;r Alois M. Haas zum 60. Geburtstag. Hg. <string-name><given-names>Claudia</given-names> <surname>Brinker</surname></string-name> et al. Lang, <year>1995</year>. <fpage>87</fpage>&#8211;<lpage>110</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B4"><label>4</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Brittnacher</surname>, <given-names>Hans Richard</given-names></string-name>. <source>&#196;sthetik des Horrors: Gespenster, Vampire, Monster, Teufel und k&#252;nstliche Menschen in der phantastischen Literatur</source>. <publisher-name>Suhrkamp</publisher-name>, <year>1994</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B5"><label>5</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Brown</surname>, <given-names>James H</given-names></string-name>. <source>Imagining the Text: Ekphrasis and Envisioning Courtly Identity in Wirnt von Gravenberg&#8217;s</source> <publisher-loc>Wigalois</publisher-loc>. <publisher-name>Brill</publisher-name>, <year>2016</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1163/9789004283060</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B6"><label>6</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Caillois</surname>, <given-names>Roger</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Das Bild des Phantastischen: Vom M&#228;rchen bis zur Science Fiction&#171;</article-title>. <source>Pha&#239;con</source> <volume>I</volume> (<issue>1974</issue>): <fpage>44</fpage>&#8211;<lpage>83</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B7"><label>7</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Cormeau</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name>. <collab>Wigalois und Diu Cr&#244;ne</collab>: <source>Zwei Kapitel zur Gattungsgeschichte des nachklassischen Aventiureromans</source>. <publisher-name>Artemis</publisher-name>, <year>1977</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B8"><label>8</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Cormeau</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Fortuna und andere M&#228;chte im Artusroman&#171;</chapter-title>. <source>Fortuna</source>. Hg. <string-name><given-names>Walter</given-names> <surname>Haug</surname></string-name> und <string-name><given-names>Burghart</given-names> <surname>Wachinger</surname></string-name>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>1995</year>. <fpage>23</fpage>&#8211;<lpage>33</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110949414-003</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B9"><label>9</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>de Boor</surname>, <given-names>Helmut</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Fortuna in mittelhochdeutscher Dichtung, insbesondere in der <italic>Cr&#244;ne</italic> Heinrichs von dem T&#252;rlin&#171;</article-title>. <source>Verbum et signum</source>. Hg. <string-name><given-names>Hans</given-names> <surname>Fromm</surname></string-name> et al. Fink, <year>1975</year>. <fpage>311</fpage>&#8211;<lpage>328</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B10"><label>10</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Dietl</surname>, <given-names>Cora</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Wunder und <italic>zouber</italic> als Merkmal der <italic>&#226;ventiure</italic> in Wirnts <italic>Wigalois</italic>?&#171;</article-title>. <source>Das Wunderbare in der arthurischen Literatur: Probleme und Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <string-name><given-names>De</given-names> <surname>Gruyter</surname></string-name>, <year>2003</year>. <fpage>297</fpage>&#8211;<lpage>311</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110939859.297</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B11"><label>11</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Dubost</surname>, <given-names>Francis</given-names></string-name>. <source>Aspects fantastiques de la litt&#233;rature narrative m&#233;di&#233;vale (XII&#232;me &#8211; XIII&#232;me si&#232;cles): L&#8217;Autre, l&#8217;Ailleurs, l&#8217;Autrefois</source>. <publisher-name>Honor&#233; Champion</publisher-name>, <year>1991</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B12"><label>12</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Durst</surname>, <given-names>Uwe</given-names></string-name>. <source>Theorie der phantastischen Literatur</source>. Lit, <year>2010</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B13"><label>13</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Ebenbauer</surname>, <given-names>Alfred</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Fortuna und Artushof: Bemerkungen zum &#8250;Sinn&#8249; der <italic>Krone</italic> Heinrichs von dem T&#252;rlin&#171;</chapter-title>. <source>&#214;sterreichische Literatur zur Zeit der Babenberger: Vortr&#228;ge der Lilienfelder Tagung 1976</source>. Hg. <string-name><given-names>Alfred</given-names> <surname>Ebenbauer</surname></string-name> et al. <publisher-name>Halosar</publisher-name>, <year>1977</year>. <fpage>25</fpage>&#8211;<lpage>49</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B14"><label>14</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Eming</surname>, <given-names>Jutta</given-names></string-name>. <source>Funktionswandel des Wunderbaren: Studien zum &#187;Bel Inconnu&#171;, zum &#187;Wigalois&#171; und zum &#187;Wigoleis vom Rade&#171;</source>. <publisher-name>WVT</publisher-name>, <year>1999</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B15"><label>15</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Eming</surname>, <given-names>Jutta</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Sch&#246;ne Maschinen, versehrte Helden. Zur Konzeption des k&#252;nstlichen Menschen in der Literatur des Mittelalters&#171;</chapter-title>. <source>Textmaschinenk&#246;rper: Genderorientierte Lekt&#252;ren des Androiden</source>. Hg. <string-name><given-names>Eva</given-names> <surname>Kormann</surname></string-name> et al. <publisher-name>Rodopi</publisher-name>, <year>2006</year>. <fpage>35</fpage>&#8211;<lpage>46</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1163/9789401201971_004</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B16"><label>16</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Eming</surname>, <given-names>Jutta</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Das Mittelalter&#171;</chapter-title>. <source>Phantastik: Ein interdisziplin&#228;res Handbuch</source>. Hg. <string-name><given-names>Hans Richard</given-names> <surname>Brittnacher</surname></string-name> und <string-name><given-names>Markus</given-names> <surname>May</surname></string-name>. <publisher-name>Metzler</publisher-name>, <year>2013</year>. <fpage>10</fpage>&#8211;<lpage>18</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1007/978-3-476-05312-1_3</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B17"><label>17</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Ernst</surname>, <given-names>Ulrich</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Mirabilia mechanica: Technische Phantasmen im Antiken- und im Artusroman des Mittelalters&#171;</chapter-title>. <source>Das Wunderbare in der arthurischen Literatur: Probleme und Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>45</fpage>&#8211;<lpage>77</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110939859.45</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B18"><label>18</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Ernst</surname>, <given-names>Ulrich</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Zauber &#8211; Technik &#8211; Imagination: Zur Darstellung von Automaten in der Erz&#228;hlliteratur des Mittelalters&#171;</chapter-title>. <source>Automaten in Kunst und Literatur des Mittelalters und der Fr&#252;hen Neuzeit</source>. Hg. <string-name><given-names>Klaus</given-names> <surname>Grubm&#252;ller</surname></string-name> und <string-name><given-names>Markus</given-names> <surname>Stock</surname></string-name>. <publisher-name>Harrassowitz</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>115</fpage>&#8211;<lpage>172</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B19"><label>19</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fasbender</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;<italic>reht alsam er lebte</italic>. Nachbildung als &#220;berbietung der Natur in der Epik des Mittelalters: Anmerkungen zu Texten und zu interpretatorischen Schl&#252;ssen&#171;</chapter-title>. <source>Natur und Kultur in der Literatur des deutschen Mittelalters: Colloquium Exeter 1997</source>. Hg. <string-name><given-names>Alan</given-names> <surname>Robertshaw</surname></string-name> und <string-name><given-names>Gerhard</given-names> <surname>Wolf</surname></string-name>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>1990</year>. <fpage>53</fpage>&#8211;<lpage>64</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B20"><label>20</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Fasbender</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name>. <source>Der Wigalois Wirnts von Grafenberg: Eine Einf&#252;hrung</source>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2010</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110215540</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B21"><label>21</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Felder</surname>, <given-names>Gudrun</given-names></string-name>. <source>Kommentar zur Cr&#244;ne Heinrichs von dem T&#252;rlin</source>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2006</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110926347</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B22"><label>22</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Finkele</surname>, <given-names>Simone</given-names></string-name> und <string-name><given-names>Burkhardt</given-names> <surname>Krause</surname></string-name>. <chapter-title>&#187;Automaten (und ihre Konstruktion) in hochmittelalterlicher Dichtung&#171;</chapter-title>. <source>Technikfiktionen und Technikdiskurse: Ringvorlesung des Instituts f&#252;r Literaturwissenschaft im Sommersemester 2009</source>. Hg. <string-name><given-names>Simone</given-names> <surname>Finkele</surname></string-name> und <string-name><given-names>Burkhardt</given-names> <surname>Krause</surname></string-name>. <publisher-name>KIT Scientific Publishing</publisher-name>, <year>2012</year>. <fpage>9</fpage>&#8211;<lpage>50</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B23"><label>23</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Friedrich</surname>, <given-names>Udo</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;<italic>Contra naturam</italic>: Mittelalterliche Automatisierung im Spannungsfeld von politischer, theologischer und technologischer Naturkonzepte&#171;</chapter-title>. <source>Automaten in Kunst und Literatur des Mittelalters und der Fr&#252;hen Neuzeit</source>. Hg. <string-name><given-names>Klaus</given-names> <surname>Grubm&#252;ller</surname></string-name> und <string-name><given-names>Markus</given-names> <surname>Stock</surname></string-name>. <publisher-name>Harrassowitz</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>91</fpage>&#8211;<lpage>114</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B24"><label>24</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Fuchs</surname>, <given-names>Stephan</given-names></string-name>. <source>Hybride Helden: Gwigalois und Willehalm. Beitr&#228;ge zum Heldenbild und zur Poetik des Romans im fr&#252;hen 13. Jahrhundert</source>. <season>Winter</season>, <year>1997</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B25"><label>25</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Gerok-Reiter</surname>, <given-names>Annette</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Die Angst des Helden und die Angst des H&#246;rers: Stationen einer Umbewertung in mittelhochdeutscher Epik&#171;</article-title>. <source>Das Mittelalter</source> <volume>12</volume> (<issue>2007</issue>): <fpage>127</fpage>&#8211;<lpage>143</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1524/mial.2007.12.1.127</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B26"><label>26</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Grubm&#252;ller</surname>, <given-names>Klaus</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Artusroman und Heilsbringerethos: Zum <italic>Wigalois</italic> des Wirnt von Gravenberg&#171;</article-title>. <source>PBB</source> <volume>107</volume> (<issue>1985</issue>): <fpage>218</fpage>&#8211;<lpage>239</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/bgsl.1985.1985.107.218</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B27"><label>27</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>G&#252;rttler</surname>, <given-names>Karin R</given-names></string-name>. <source>&#187;K&#252;nec Art&#251;s der guote&#171;: Das Artusbild der h&#246;fischen Epik im 12. und 13. Jahrhundert</source>. <publisher-name>Bouvier</publisher-name>, <year>1976</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B28"><label>28</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>H&#228;ger</surname>, <given-names>Hanna-Myriam</given-names></string-name>. <source>Fiktionalit&#228;t trans- und intermedial: Arthurische M&#246;glichkeitsr&#228;ume in Mittelalter und Moderne</source>. <publisher-name>Reichert</publisher-name>, <year>2019</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B29"><label>29</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Haug</surname>, <given-names>Walter</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Paradigmatische Poesie: Der sp&#228;tere deutsche Artusroman auf dem Weg zu einer &#8250;nachklassischen&#8249; &#196;sthetik&#171;</article-title>. <source>DVjs</source> <volume>54</volume> (<issue>1980</issue>): <fpage>204</fpage>&#8211;<lpage>231</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1007/BF03375088</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B30"><label>30</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Haug</surname>, <given-names>Walter</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Das Fantastische in der sp&#228;teren deutschen Artusliteratur&#171;</chapter-title>. <source>Sp&#228;tmittelalterliche Artusliteratur: Symposion der Neusprachlichen Philologien 1982</source>. Hg. <string-name><given-names>Karl Heinz</given-names> <surname>G&#246;ller</surname></string-name>. <publisher-name>Sch&#246;ningh</publisher-name>, <year>1984</year>. <fpage>133</fpage>&#8211;<lpage>149</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B31"><label>31</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Haug</surname>, <given-names>Walter</given-names></string-name>. <source>Literaturtheorie im deutschen Mittelalter: Von den Anf&#228;ngen bis zum Ende des 13. Jahrhunderts</source>. <publisher-name>WBG</publisher-name>, <year>1992</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B32"><label>32</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Haug</surname>, <given-names>Walter</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;O Fortuna. Eine historisch-semantische Skizze zur Einf&#252;hrung&#171;</chapter-title>. <source>Fortuna</source>. Hg. <string-name><given-names>Walter</given-names> <surname>Haug</surname></string-name> und <string-name><given-names>Burghart</given-names> <surname>Wachinger</surname></string-name>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>1995</year>. <fpage>1</fpage>&#8211;<lpage>22</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110949414-002</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B33"><label>33</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Haug</surname>, <given-names>Walter</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Die komische Wende des Wunderbaren: arthurische Grotesken&#171;</chapter-title>. <source>Das Wunderbare in der arthurischen Literatur: Probleme und Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>159</fpage>&#8211;<lpage>174</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110939859.159</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B34"><label>34</label><mixed-citation publication-type="book"><collab>Heinrich von dem T&#252;rlin</collab>. <source>Diu Cr&#244;ne: Kritische mhd. Leseausgabe mit Erl&#228;uterungen</source>. Hg. <string-name><given-names>Gudrun</given-names> <surname>Felder</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2012</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110286199</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B35"><label>35</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Henderson</surname>, <given-names>Ingeborg</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Dark Figures and Eschatological Imagery in Wirnt von Gravenberg&#8217;s <italic>Wigalois</italic>&#171;</chapter-title>. <source>The Dark Figure in Medieval German and Germanic Literature</source>. Hg. <string-name><given-names>Edward R.</given-names> <surname>Haymes</surname></string-name> und <string-name><given-names>Stephanie Cain</given-names> <surname>Van D&#8217;Elden</surname></string-name>. <publisher-name>K&#252;mmerle</publisher-name>, <year>1986</year>. <fpage>99</fpage>&#8211;<lpage>113</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B36"><label>36</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Huber</surname>, <given-names>Christoph</given-names></string-name>. <source>Die Aufnahme und Verarbeitung des Alanus ab Insulis in mittelhochdeutschen Dichtungen: Untersuchungen zu Thomasin von Zerkl&#230;re, Gottfried von Stra&#223;burg, Frauenlob, Heinrich von Neustadt, Heinrich von St. Gallen, Heinrich von M&#252;geln und Johannes von Tepl</source>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>1988</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B37"><label>37</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Jaeger</surname>, <given-names>Achim</given-names></string-name>. <source>Ein j&#252;discher Artusritter: Studien zum j&#252;disch-deutschen &#187;Widuwilt&#171; (&#187;Artushof&#171;) und zum &#187;Wigalois&#171; des Wirnt von Gravenberc</source>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2000</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110944259</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B38"><label>38</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Jillings</surname>, <given-names>Lewis</given-names></string-name>. <source>Diu Crone of Heinrich von dem T&#252;rlein: The Attempted Emancipation of Secular Narrative</source>. <publisher-name>K&#252;mmerle</publisher-name>, <year>1980</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B39"><label>39</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Keller</surname>, <given-names>Johannes</given-names></string-name>. <collab>Diu Cr&#244;ne</collab> <source>Heinrichs von dem T&#252;rlin: Wunderketten, Gral und Tod</source>. Lang, <year>1997</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B40"><label>40</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Keller</surname>, <given-names>Johannes</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Fantastische Wunderketten&#171;</chapter-title>. <source>Das Wunderbare in der arthurischen Literatur: Probleme und Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>225</fpage>&#8211;<lpage>248</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110939859.225</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B41"><label>41</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Kern</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Die Auseinandersetzung mit der Gattungstradition im <italic>Wigalois</italic> Wirnts von Grafenberg&#171;</chapter-title>. <source>Artusroman und Intertextualit&#228;t: Beitr&#228;ge der Deutschen Sektionstagung der Internationalen Artusgesellschaft vom 16. bis 19. November 1989 an der Johann Wolfgang Goethe-Universit&#228;t Frankfurt a. M</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>Schmitz</publisher-name>, <year>1990</year>. <fpage>73</fpage>&#8211;<lpage>83</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B42"><label>42</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Kern</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Bewu&#223;tmachen von Artusromankonventionen in der <italic>Cr&#244;ne</italic> Heinrichs von dem T&#252;rlin&#171;</chapter-title>. <source>Erz&#228;hlstrukturen der Artusliteratur: Forschungsgeschichte und neue Ans&#228;tze</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>1999</year>. <fpage>199</fpage>&#8211;<lpage>218</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110950090.199</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B43"><label>43</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Knapp</surname>, <given-names>Fritz Peter</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Virtus und Fortuna in der <italic>Kr&#244;ne</italic>: Zur Herkunft der ethischen Grundidee Heinrichs von dem T&#252;rlin&#171;</article-title>. <source>ZfdA</source> <volume>106</volume> (<issue>1977</issue>): <fpage>253</fpage>&#8211;<lpage>265</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B44"><label>44</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Knapp</surname>, <given-names>Fritz Peter</given-names></string-name>. <chapter-title>Chevalier errant <italic>und</italic> fin&#8217;amor. <italic>Das Ritterideal des 13. Jahrhunderts in Nordfrankreich und im deutschsprachigen S&#252;dosten. Studien zum</italic> Lancelot en prose, <italic>zum</italic> Moriz von Cra&#251;n, <italic>zur</italic> Krone <italic>Heinrichs von dem T&#252;rlin, zu Werken des Strickers und zum</italic> Frauendienst <italic>Ulrichs von Lichtenstein</italic></chapter-title>. <publisher-name>Universit&#228;tsverlag Passau</publisher-name>, <year>1986</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B45"><label>45</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Linden</surname>, <given-names>Sandra</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Ein Ritter mit Gep&#228;ck: Zu den magisch-religi&#246;sen Hilfsg&#252;tern im Wigalois&#171;</chapter-title>. <source>Dingkulturen: Objekte in Literatur, Kunst und Gesellschaft der Vormoderne</source>. Hg. <string-name><given-names>Anna</given-names> <surname>M&#252;hlherr</surname></string-name> et al. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2016</year>. <fpage>208</fpage>&#8211;<lpage>231</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B46"><label>46</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Lohbeck</surname>, <given-names>Gisela</given-names></string-name>. <source>Wigalois: Struktur der</source> <publisher-name>bezeichenunge</publisher-name>. Lang, <year>1991</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B47"><label>47</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Mentzel-Reuters</surname>, <given-names>Arno</given-names></string-name>. <source>Vr&#246;ude: Artusbild, Fortuna- und Gralkonzeption in der Cr&#244;ne des Heinrich von dem T&#252;rlin als Verteidigung des h&#246;fischen Lebensideals</source>. Lang, <year>1989</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B48"><label>48</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mertens</surname>, <given-names>Volker</given-names></string-name>. <source>Der deutsche Artusroman</source>. <publisher-name>Reclam</publisher-name>, <year>2007</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B49"><label>49</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Meyer</surname>, <given-names>Matthias</given-names></string-name>. <source>Die Verf&#252;gbarkeit der Fiktion: Interpretationen und poetologische Untersuchungen zum Artusroman und zur aventiurehaften Dietrichepik des 13. Jahrhunderts</source>. Winter, <year>1994</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B50"><label>50</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Meyer</surname>, <given-names>Matthias</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Feuer- und Wasserwelten&#171;</chapter-title>. <source>Fiktionalit&#228;t im Artusroman des 13. bis 15. Jahrhunderts: Romanistische und germanistische Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Martin</given-names> <surname>Przybilski</surname></string-name> und <string-name><given-names>Nikolaus Ruge</given-names>, <surname>Nikolaus</surname></string-name>. <publisher-name>Reichert</publisher-name>, <year>2013</year>. <fpage>107</fpage>&#8211;<lpage>117</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B51"><label>51</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Meyer-Landrut</surname>, <given-names>Ehrengard</given-names></string-name>. <source>Die G&#246;ttin des Gl&#252;cks im Wandel der Zeiten</source>. <publisher-name>Deutscher Kunstverlag</publisher-name>, <year>1997</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B52"><label>52</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Philipowski</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> und <string-name><given-names>Bj&#246;rn Reich</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Feen als Erz&#228;hlfunktionen: Wie der Artusroman gegen sein Scheitern anerz&#228;hlt&#171;</chapter-title>. <source>Fiktionalit&#228;t im Artusroman des 13. bis 15. Jahrhunderts: Romanistische und germanistische Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Martin</given-names> <surname>Przybilski</surname></string-name> und <string-name><given-names>Nikolaus</given-names> <surname>Ruge</surname></string-name>. <publisher-name>Reichert</publisher-name>, <year>2013</year>. <fpage>133</fpage>&#8211;<lpage>154</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B53"><label>53</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Radding</surname>, <given-names>Charles M</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Fortune and her Wheel: The Meaning of a Medieval Symbol&#171;</article-title>. <source>Medi&#228;vistik</source> <volume>5</volume> (<issue>1992</issue>): <fpage>127</fpage>&#8211;<lpage>138</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B54"><label>54</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Sanders</surname>, <given-names>Willy</given-names></string-name>. <source>Gl&#252;ck: Zur Herkunft und Bedeutungsentwicklung eines mittelalterlichen Schicksalsbegriffs</source>. <publisher-name>B&#246;hlau</publisher-name>, <year>1965</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B55"><label>55</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Schie&#223;l</surname>, <given-names>Ute</given-names></string-name>. <source>Die Gawangestalt im Wigalois</source>. <publisher-name>Sch&#246;n</publisher-name>, <year>1968</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B56"><label>56</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Schiewer</surname>, <given-names>Hans-Jochen</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Pr&#228;destination und Fiktionalit&#228;t in Wirnts <italic>Wigalois</italic>&#171;</chapter-title>. <source>Fiktionalit&#228;t im Artusroman: Dritte Tagung der Deutschen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft in Berlin vom 13.&#8211;15. Februar 1992</source>. Hg. <string-name><given-names>Volker</given-names> <surname>Mertens</surname></string-name> und <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>Niemeyer</publisher-name>, <year>1993</year>. <fpage>146</fpage>&#8211;<lpage>159</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B57"><label>57</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Schouwink</surname>, <given-names>Wilfried</given-names></string-name>. <source>Fortuna im Alexanderroman Rudolfs von Ems: Studien zum Verh&#228;ltnis von Virtus und Fortuna bei einem Autor der sp&#228;ten Stauferzeit</source>. <publisher-name>K&#252;mmerle</publisher-name>, <year>1977</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B58"><label>58</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Seelbach</surname>, <given-names>Sabine Ulrich Seelbach</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Nachwort&#187;. <italic>Wigalois</italic>. Text der Ausgabe von J. M. N. Kapteyn &#252;bers., erl&#228;utert und m. einem Nachw. vers</chapter-title>. <string-name><given-names>von Sabine</given-names> <surname>Seelbach</surname></string-name> und <string-name><given-names>Ulrich</given-names> <surname>Seelbach</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2014</year>. <fpage>269</fpage>&#8211;<lpage>296</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B59"><label>59</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Selmayr</surname>, <given-names>Pia</given-names></string-name>. <article-title>Der Lauf der Dinge: Wechselverh&#228;ltnisse zwischen Raum, Ding und Figur bei der narrativen Konstitution von Anderwelten im <italic>Wigalois</italic> und im <italic>Lanzelet</italic></article-title>. Lang, <year>2017</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.3726/b11164</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B60"><label>60</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Sherwood</surname>, <given-names>Merriam</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Magic and Mechanics in Medieval Fiction&#171;</article-title>. <source>Studies in Philology</source> XLIV, <volume>4</volume> (<issue>1947</issue>): <fpage>567</fpage>&#8211;<lpage>592</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B61"><label>61</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Thomas</surname>, <given-names>Neil</given-names></string-name>. <source>A German View of Camelot: Wirnt von Gravenberg&#8217;s Wigalois and Arthurian Tradition</source>. Lang, <year>1987</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B62"><label>62</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Todorov</surname>, <given-names>Tzvetan</given-names></string-name>. <source>Einf&#252;hrung in die fantastische Literatur</source>. <publisher-name>Wagenbach</publisher-name>, <year>2013</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B63"><label>63</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Wagner-Harken</surname>, <given-names>Annegret</given-names></string-name>. <source>M&#228;rchenelemente und ihre Funktion in der Cr&#244;ne Heinrichs von dem T&#252;rlin: Ein Beitrag zur Unterscheidung zwischen &#187;klassischer&#171; und &#187;nachklassischer&#171; Artusepik</source>. Lang, <year>1995</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B64"><label>64</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wallbank</surname>, <given-names>Rosemary E</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;The Composition of <italic>Diu Kr&#244;ne</italic>: Heinrich von dem T&#252;rlin&#8217;s Narrative Technique&#171;</chapter-title>. <source>Medieval Miscellany: Presented to Eug&#232;ne Vinaver by Pupils, Colleagues and Friends</source>. Hg. <string-name><given-names>Frederick</given-names> <surname>Whitehead</surname></string-name>. <publisher-name>Manchester University Press</publisher-name>, <year>1965</year>. <fpage>300</fpage>&#8211;<lpage>320</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B65"><label>65</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wallbank</surname>, <given-names>Rosemary E</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;K&#246;nig Artus und Frau S&#230;lde in der <italic>Cr&#244;ne</italic> Heinrichs von dem T&#252;rlin&#171;</chapter-title>. <source>Geistliche und weltliche Epik des Mittelalters in &#214;sterreich</source>. Hg. <string-name><given-names>David</given-names> <surname>McLintock</surname></string-name> et al. <publisher-name>K&#252;mmerle</publisher-name>, <year>1987</year>. <fpage>129</fpage>&#8211;<lpage>136</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B66"><label>66</label><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Wehrli</surname>, <given-names>Max</given-names></string-name>. <article-title>&#187;Wigalois&#171;</article-title>. <source>Der Deutschunterricht</source> <volume>17.2</volume> (<issue>1962</issue>): <fpage>18</fpage>&#8211;<lpage>35</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B67"><label>67</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wennerhold</surname>, <given-names>Markus</given-names></string-name>. <chapter-title><italic>Sp&#228;te mittelhochdeutsche Artusromane:</italic> Lanzelet, Wigalois, Daniel von dem bl&#252;henden Tal, Diu Cr&#244;ne</chapter-title>. <source>Bilanz der Forschung 1960&#8211;2000</source>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2005</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B68"><label>68</label><mixed-citation publication-type="book"><collab>Wirnt von Grafenberg</collab>. <source>Wigalois</source>. Text der Ausgabe von <string-name><given-names>J. M. N.</given-names> <surname>Kapteyn &#252;bers</surname></string-name>., erl. u. m. einem Nachw. vers. <string-name><given-names>von Sabine</given-names> <surname>Seelbach</surname></string-name> und <string-name><given-names>Ulrich</given-names> <surname>Seelbach</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2014</year>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110348255</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B69"><label>69</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wolfzettel</surname>, <given-names>Friedrich</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Das Problem des Phantastischen im Mittelalter: &#220;berlegungen zu Francis Dubost&#171;</chapter-title>. <source>Das Wunderbare in der arthurischen Literatur: Probleme und Perspektiven</source>. Hg. <string-name><given-names>Friedrich</given-names> <surname>Wolfzettel</surname></string-name>. <publisher-name>De Gruyter</publisher-name>, <year>2003</year>. <fpage>3</fpage>&#8211;<lpage>21</lpage>. DOI: <pub-id pub-id-type="doi">10.1515/9783110939859</pub-id>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B70"><label>70</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>W&#252;stemann</surname>, <given-names>Sybille</given-names></string-name>. <chapter-title><italic>Der Ritter mit dem Rad: Die</italic> st&#230;te <italic>des</italic> Wigalois <italic>zwischen Literatur und Zeitgeschichte</italic></chapter-title>. <publisher-name>WVT</publisher-name>, <year>2006</year>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B71"><label>71</label><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Wyss</surname>, <given-names>Ulrich</given-names></string-name>. <chapter-title>&#187;Die Wunderketten in der <italic>Cr&#244;ne</italic>&#171;</chapter-title>. <source>Die mittelalterliche Literatur in K&#228;rnten: Vortr&#228;ge des Symposions in St. Georgen/L&#228;ngsee vom 8. bis 13.9.1980</source>. Hg. <string-name><given-names>Peter</given-names> <surname>Kr&#228;mer</surname></string-name>. <publisher-name>Halosar</publisher-name>, <year>1981</year>. <fpage>269</fpage>&#8211;<lpage>291</lpage>.</mixed-citation></ref>
</ref-list>
</back>
</article>